Eine kurvige Straße führt fünf Kilometer nördlich von Sant Miquel hinab zum Strandableger der Ortschaft. Port de Sant Miquel präsentiert sich in der Nebensaison als friedvoller Küstenabschnitt, der mit feinem, hellem Sand und kristallklarem Wasser lockt. Die etwa hundert Meter lange und erstaunlich breite Bucht wird von kiefernbewaldeten Hügeln eingerahmt, die ihr einen fast fjordähnlichen Charakter verleihen. Nur ein Hotelkomplex an der östlichen Flanke der Bucht stört das ziemlich naturbelassene Panorama. Ansonsten gehört das Umfeld der Bucht fast unberührten Wäldern. Weil sich die Bucht mehr als 500 Meter tief ins Land gräbt, sind ihre starke Winde oder gar Wellengang fremd.
Für das leibliche Wohl ist auch in der ruhigen Winterzeit gesorgt:
Das Restaurant Can Tothom verwöhnt seine Gäste mit mediterranen Fischeintöpfen und traditionellen Reisgerichten. Wer es etwas exotischer mag, findet im nahen Sant Miquel das Ca Na Hathai (montags geschlossen), das thailändische Spezialitäten auf die Teller zaubert. Ein besonderer Tipp für Ruhesuchende ist der kurze Fußmarsch entlang des Westufers zur benachbarten Minibucht Calò des Multons. Hier, wo nur das Rauschen der Wellen die Stille unterbricht, lässt sich ungestört abschalten – der perfekte Ort zum Entschleunigen. Wem das alles zu passiv ist, der kann sich über steinige Pfade den Weg zur entlegenen (zirka einen Kilometer) Cala de Sa Ferradura bahnen. Und von dort ist es nur noch ein Steinwurf zum historischen Wehrturm Torre des Molar.
Chiringuito Pascual
Weiter geht‘s in den Norden der Insel. An der Bucht von Port de Sant Miquel liegt der Chiringuito Pascual, ideal geeignet, um eine Mittagsstärkung nach dem Besuch in der Tropfsteinhöhle Cova de Can Marca einzunehmen. Geparkt werden kann direkt an der Straße, dort sind öffentliche, kostenfreie Parkzonen eingerichtet. Der Strand ist nicht überlaufen und viele Familien tummeln sich, es ist eine ruhige und idyllische Atmosphäre. Keine Spur von Partytourismus. Entspannt setze ich mich in den Außenbereich, den ich zu meiner Freude komplett für mich habe. Als Lunch bestelle ich mir eine typische Portion patatas bravas (frittierte Kartoffeln mit einer schärferen Sauce) für 6,50 Euro. Die Salsa am besten extra bestellen („salsa a parte, por favor“), damit man für die gesamte Portion etwas zum Dippen hat. Die Salate finden sich im Preisgefüge um die 14 Euro. Was mir ins Auge springt, sind die fünf verschiedenen Kinder-Gerichte, die familienfreundlich je zwischen 7 und 8 Euro kosten. Ich genehmige mir derweil noch einen Kaffee für 3 Euro.
Öffnungszeiten (Hochsaison):
Mo. bis So. von 10.30 bis 19.30 Uhr
Preisleistung: *****
Anfahrt: Kostenfreie Parkzone an der Straße
Tipp: Bis nach hinten durchgehen! Hier ist man meistens für sich und kann unter Bäumen auch im Schatten sitzen.