Die Bucht Pou d’es Lleó (katalanisch für Brunnen des Löwen) im Nordosten Ibizas trägt ein buntes Gewand. Neben leuchtend orangefarbene Klippen mit hohem Eisengehalt münden hier auch grau-schwärzliche Felsen ins Meer. Laut Archäologe Hermanns ist das dunkle Gestein vulkanischen Ursprungs. Aus geologischer Sicht sind dies außerdem die ältesten Sedimentschichten Ibizas. Unter Wasser bleibt es spannend, denn zum Schnorcheln ist die klare, geschützte Bucht eine der besten Ibizas. Einst stellten die Phönizier hier aus Purpurschnecken den rosaroten Farbstoff her. Auf einem Spaziergang durch das Pinienwäldchen (aufs Meer blickend rechts) gelangt man zu einem alten Feuerturm und einer schönen Aussichtsplattform. Und wer ein bisschen klettert, findet auf dem Rückweg immer ein einsames Plätzchen auf den warmen Felsen der Bucht.
– Gastro: Chiringuito Pou d’es Lleó mit Snacks, Drinks und erfrischendem Mojito. Plus: Restaurante Salvadó mit ibizenkischer Küche und frischen Fischgerichten gegenüber auf der Klippe.
– Parken direkt am Meer: Kostenlose Parkmöglichkeiten in der Bucht.
– Liegen und Sonnenschirme gibt es dieses Jahr bislang nicht. Zudem war bis zum Redaktionsschluss das angespülte Seegras nicht geräumt. Vor vielen Jahrzehnten war angespültes Seegras ganz normal. Also, betrachten wir es als ursprüngliches Ibiza.
– Der Strand hat keine Badeaufsicht.
– Hunde werden hier toleriert.
Chiringuito Pou des Lleó
Foto: Ajuntament de Santa Eulària des Riu
Am Ende eines verwunschenen Pfades, der sich zwischen Kiefern hindurch schlängelt, säumt eine kleine, sandige Bucht den ansonsten zerklüfteten Küstenabschnitt – ein Ort, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Malerische Fischerhäuschen am Rande des Waldes vermitteln den Eindruck, als stünden sie hier schon immer. In der rustikal anmutenden Strandbar herrscht eine einladende und entspannte Atmosphäre.
Nur wenige Meter von den Holztischen entfernt liegen kleine Boote geduldig vor Anker, bereit, mit ihren Eignern dem türkisfarbenen Meer frischen Fisch zu entlocken. Wer lieber festen Boden unter den Füßen bevorzugt: Nur einen kleinen Verdauungsmarsch vom Chiringuito entfernt befindet sich ein alter Wachturm, der einen atemberaubenden Ausblick bietet.
Anfahrt: Canal d’en Martí, Sant Carles
Instagram: @chiringuitopoudeslleo



