
Der Tod des brasilianischen Touristen Lucca Cambraia (27) sorgt für Aufsehen: Der junge Mann stürzte am 3. August aus einem Balkon des Hotels Florencio in Sant Antoni und erlag seinen schweren Verletzungen. Er ist bereits das fünfte Todesopfer durch Stürze in dieser Saison im Ort, so die Tageszeitung Diario de Ibiza.
Die Guardia Civil wurde gegen 17.45 Uhr alarmiert. Trotz Wiederbelebungsversuchen konnten die Einsatzkräfte sein Leben nicht retten. Zunächst galt ein Unfall als wahrscheinlichste Ursache, später wurde offiziell von einem freiwilligen Sturz ausgegangen. Die toxikologischen Ergebnisse wurden bisher nicht veröffentlicht. In seinem Hotelzimmer wurden weder Alkohol noch Drogen gefunden.
Cambraia stammte aus Piraí (Bundesstaat Rio de Janeiro) und hatte Zahnmedizin an der Universität Severino Sombra in Vassouras studiert. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Zahnarzt. Außerdem trainierte er Kampfsportarten wie Muay Thai, wie in seinen Profilen in sozialen Netzwerken zu sehen ist. Eine enge Freundin widerspricht der offiziellen Darstellung. Gegenüber der Tageszeitung Diario de Ibiza erklärte sie: „Lucca war ein guter Mensch, er nahm keine Drogen und hatte keine suizidalen Gedanken. Er hätte sich niemals das Leben genommen.“ Zudem habe er seine Reise nach Ibiza seit Jahren geplant und für dieses Jahr noch weitere Trips vorgesehen. „Lucca lebte gerade den größten Traum seines Lebens. Wir sind am Boden zerstört und wollen wissen, was wirklich passiert ist.“
In Brasilien hat der Fall große mediale Aufmerksamkeit erregt. Fernsehsender wie SBT berichteten über die „Geheimnisse“, die den Tod des jungen Mannes umgeben. Auch sein Vater äußerte sich im Nachrichtenportal G1: „Er war ein geliebter Sohn, ein Sportler, ein großartiger Profi und ein guter Junge. Ich empfinde unermesslichen Schmerz.“











