
Mit einem deutlichen „Basta ya“ und scharfer Kritik hat ein Video aus Ibiza in den sozialen Netzwerken für Aufsehen gesorgt. Darin warnt eine Frau vor angeblichen „Chemtrails“, also vermeintlichen chemischen Spuren am Himmel. Gefilmt auf dem Markt von Sant Jordi zeigt das Video zeitweise bis zu fünf parallele Kondensstreifen. Die Frau fordert, dass ein Bürgermeister der Insel „diese Sache erklärt und stoppt“.
In dem Video beschreibt sie zudem angebliche Beschwerden wie „metallischen Geruch“, Reizungen der Augen und Kopfschmerzen. Sie zweifelt daran, dass es sich um normale Flugrouten handelt, und ruft dazu auf, „endlich aufzuwachen“. Die Aussagen verbreiteten sich schnell und lösten zahlreiche Reaktionen aus.
Die Kommentare reichen von Zustimmung bis zu deutlicher Kritik. Einige Nutzer teilen die Sorgen und vermuten gezielte Maßnahmen durch Flugzeuge. Andere sprechen von Verschwörungstheorien und widersprechen entschieden: Es handle sich um gefrierenden Wasserdampf, der unter bestimmten Bedingungen sichtbar bleibt. Auch Hinweise auf angebliche gesundheitliche Folgen werden in den Diskussionen ohne Belege geäußert.
Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, haben sich auch offizielle Stellen zu Wort gemeldet. Der staatliche spanische meteorologische Dienst Aemet erklärt, dass diese Streifen unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen entstehen und völlig normal sind. Es handle sich um Kondensstreifen, die weder mit Chemikalien noch mit meteorologischen Manipulationen in Verbindung stehen.
Auch die balearische Behörde für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt stellt klar, dass ihre Flugzeuge keinerlei Sprühaktionen durchführen. Experten der Astronomie auf Ibiza bestätigen ebenfalls, dass die sichtbaren Linien am Himmel auf gewöhnliche physikalische Prozesse zurückzuführen sind und je nach Wetterlage stärker oder länger sichtbar bleiben können.















