
Eine Werbekampagne gegen die britische Lebensmittelindustrie sorgt derzeit in London für Diskussionen, weil sie Ibiza mit dem Konsum von Drogen in Verbindung bringt. Auslöser ist ein Plakat in der Londoner U-Bahn, das nach Angaben der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera den Einsatz von Antibiotika in der Geflügelzucht kritisiert. Im Mittelpunkt der Anzeige steht ein gerupftes Hähnchen mit dem Hinweis, Verbraucher sollten kein Hühnerfleisch kaufen, weil die Branche den Einsatz von Antibiotika herunterspiele. Für Aufsehen sorgt jedoch vor allem der englische Slogan, der sinngemäß lautet, das Huhn habe „mehr Drogen bekommen als bei einem Junggesellinnenabschied auf Ibiza“. Damit wird das bekannte Klischee über den Drogenkonsum auf der Mittelmeerinsel aufgegriffen. Die Initiatoren der Kampagne behaupten, dass rund 90 Prozent der für die Fleischproduktion gezüchteten Hühner im Vereinigten Königreich besonders schnell gemästet würden und deshalb deutlich häufiger Antibiotika erhielten. Zudem seien bei Untersuchungen von Hähnchenprodukten aus Londoner Supermärkten in allen Proben Rückstände von Antibiotika festgestellt worden.












