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Landwirtschaft
Wer hat die größte Melone?

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Mit einer Wassermelone von 22,36 Kilogramm und gleichzeitig der süßesten Frucht des Wettbewerbs hat sich Javi Marín, auf Ibiza besser als „Talaies“ bekannt, beim diesjährigen Wassermelonen-Wettbewerb der Genossenschaft Agroeivissa gleich doppelt durchgesetzt. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, bestätigt das Ergebnis erneut den Ruf von Sant Carles als Zentrum des Wassermelonenanbaus auf der Insel. Zehn Früchte traten im Geschmackswettbewerb gegeneinander an. Die fünfköpfige Jury kürte Maríns Melone zur aromatischsten und erfrischendsten, während seine 22,36 Kilogramm schwere Frucht zugleich den Titel der größten Wassermelone gewann. Den zweiten Platz in der Geschmackswertung belegte Toni Terrassa aus Sant Llorenç. Ein Geheimnis hinter seinem Erfolg gebe es keines, sagt Marín mit einem Lächeln. Entscheidend sei lediglich, den Garten und die Pflanzen mit großer Sorgfalt zu pflegen. Der heute 52-Jährige wechselte vor rund zehn Jahren vom Tourismus in die Landwirtschaft, nachdem sein Vater in den Ruhestand gegangen war. Seitdem bewirtschaftet er den Familienbetrieb in Sant Carles mit insgesamt sieben Hektar Land, davon zwei Hektar Wassermelonen. Rückblickend bereut er lediglich, diesen Schritt nicht schon früher gemacht zu haben. Gleichzeitig verschweigt er nicht, dass die Arbeit auf dem Feld körperlich sehr anspruchsvoll sei.
Auch andere Landwirte aus Sant Carles, darunter Agroeivissa-Präsident Iván Colomar, nahmen am Wettbewerb teil. Sein Vater Toni Colomar konnte den Wettbewerb bereits mehrfach gewinnen. Colomar erklärte, dass die außergewöhnlich hohen Temperaturen in diesem Jahr zwar zu einer Überschneidung zweier Ernten und damit zu einem Überangebot geführt hätten, gleichzeitig aber für eine besonders hohe Qualität der Früchte verantwortlich seien . Die meisten Erzeuger setzen auf die Sorte Cialoma. Landwirt David Marí stellte dagegen eine Wassermelone der Sorte Alexander vor. Diese sei ebenso süß wie die Cialoma, besitze jedoch ein festeres und knackigeres Fruchtfleisch. Optisch unterscheide sie sich ebenfalls deutlich: Während Alexander länglicher wächst, sei die Cialoma runder und gleichmäßiger geformt. Nach Angaben des langjährigen Agroeivissa-Geschäftsführers Pep Mayans stammen beide Sorten vom Crimson-Typ ab. Typisch für die auf Ibiza angebauten Wassermelonen seien ihre Streifen und die Kerne, denn genau diese traditionellen Sorten sollen im Gegensatz zu den auf dem spanischen Festland verbreiteten kernlosen Früchten erhalten bleiben. Seit 2018 dient der Wettbewerb auch dazu, die lokale Produktion hervorzuheben und traditionelle Anbaumethoden zu fördern. Für Josep Lluís Joan, Fachtechniker für Agrarförderung beim Consell de Ibiza, besteht kein Zweifel an der Qualität der Inselprodukte. Die ibizenkischen Wassermelonen zeichneten sich durch ihre ausgeprägte Süße, ihre feste Konsistenz und ihren hohen Saftgehalt aus. Gerade die traditionellen Sorten mit Kernen bewahrten diese besonderen Eigenschaften.
Zum Abschluss der Veranstaltung konnten die Besucher ein weiteres regionales Produkt probieren: Daniel Lloyd Galiana von Los Valencianos servierte einen Granizado aus passierter ibizenkischer Wassermelone. Aufgrund des hohen natürlichen Zuckergehalts wurde kein zusätzlicher Zucker verwendet. Lediglich etwas Limette rundete den Geschmack ab.
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