
Die Gemeinde Sant Josep will in diesem Sommer deutlich härter gegen den illegalen Strandverkauf vorgehen. Künftig sollen nicht nur die Verkäufer selbst bestraft werden, sondern auch deren Kunden. Wer an den Stränden des Gemeindegebiets bei illegalen Händlern einkauft oder deren Tätigkeit unterstützt, muss nach den neuen Regeln mit Geldstrafen von bis zu 750 Euro rechnen. Nach Angaben derTageszeitung Diario de Ibiza stellte Bürgermeister Vicent Roig gemeinsam mit Umweltstadträtin Felicia Bocú die neuen Maßnahmen im Rahmen des Plans zur Wiederbelebung und Pflege der Strände vor. Hintergrund ist die seit Jahren zunehmende Zahl mobiler Verkäufer an den Küsten von Sant Josep, das über die längste Küstenlinie Ibizas verfügt. Die verschärfte Regelung ist Teil der neuen städtischen Verordnung zum Zusammenleben im öffentlichen Raum. Diese befindet sich derzeit noch in der Phase der Einspruchsprüfung und soll voraussichtlich Ende Mai endgültig verabschiedet werden. Damit könnten die neuen Sanktionen bereits in dieser Sommersaison in Kraft treten. Zusätzlich will die Gemeinde Warnschilder an den Stränden aufstellen, um Besucher von Käufen bei illegalen Verkäufern abzuhalten.
Parallel dazu investiert Sant Josep insgesamt 3,6 Millionen Euro in die Vorbereitung der Strände für die Saison. Das Geld fließt unter anderem in Rettungsschwimmerdienste, Instandhaltung und Verschönerungsmaßnahmen entlang der Küste. Laut Rathaus werden diese Ausgaben vollständig durch die Strandkonzessionen finanziert, die in den kommenden vier Jahren rund 3,9 Millionen Euro in die Gemeindekasse bringen sollen. Für den Sommer wurden bereits Rettungs- und Sicherheitsdienste an elf Stränden aktiviert. Zudem gibt es Sicherheitsmarkierungen in 22 Badezonen sowie spezielle Schwimmkanäle unter anderem in ses Salines, Port des Torrent und s’Estanyol. Auch das Thema Posidonia bleibt Teil des Küstenschutzes. Die seit April eingesammelten Seegrasreste werden nach dem Sommer wieder an die Strände zurückgebracht, um als natürlicher Schutz gegen Winterstürme zu dienen. Ab dem 1. Juni sollen außerdem neue Wasserpumpen in Cala Tarida, Port des Torrent und Cala Vedella eingesetzt werden. Damit will die Gemeinde verhindern, dass sich bei hohen Temperaturen erneut grüne Mikroalgenflecken bilden. Im vergangenen Sommer hatte es laut Rathaus dabei noch technische Probleme gegeben.















