
Laut Strändedezernent der Gemeinde Ibiza, Rubén Sousa droht der komplette Verlust der Strandfläche bis 2026, wenn die gesamte Posidonia aus dem Abschnitt der Platja d’en Bossa entfernt wird.
Das im Winter von Stürmen angespülte Seegras wird gezielt im Bereich beim Hotel Vibra Algarb und dem Nirvana Beach Gym deponiert, um dort die fast verschwundene Sandfläche zu stabilisieren, wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet. „Wir lassen sie dort bewusst liegen“, erklärt Sousa, „denn wenn die Menge an abgestorbenem Seegras mit der Flut weggespült wird, bleibt der schwerere Sand zurück und trägt zur Wiederherstellung des Strandes bei.“
Laut Aussagen der Hotelkette Vibra scheint diese Technik zu funktionieren: Besonders vor dem Vibra Algarb sei der Strand besser in Form als an den angrenzenden Abschnitten.
Sousa stellt klar: „Wenn wir nicht zulassen, dass sich dieser Abschnitt über den Sommer hinweg regeneriert, wird es nächstes Jahr keinen Strand mehr geben.“
Der Hintergrund: Bereits im Mai forderten mehrere Umweltschutzorganisationen und Fachleute ein Ende der generellen Posidonia-Entfernung von Stränden im Mittelmeer. Die Anschwemmungen seien ein natürlicher Prozess, der zum Küstenschutz und zur Biodiversität beiträgt.
Warum wird diese Methode dann nicht auf allen Stränden angewendet? Sousa erklärt: „Wir suchen den Kompromiss zwischen Naturschutz und Tourismus. Gemäß dem Posidonia-Dekret wird das Seegras zu Beginn der Saison entfernt, gesammelt und nach der Saison zurückgebracht, um Erosion vorzubeugen.“
Er kündigt außerdem eine Aufklärungskampagne in Hotels für die Saison 2026 an, damit Gäste über die Bedeutung der Posidonia informiert sind. Gleichzeitig kritisiert Sousa den momentanen Zustand der Strandreinigung in Platja d’en Bossa: Man arbeite mit dem Dienstleister an Verbesserungen. „In den letzten Tagen gab es Probleme. Ich habe Plastik und Kippen gesehen – das muss besser werden.“










