
Eine Frau, die 2022 über die soziale Netzwerke den international bekannten DJ Guy Gerber beschuldigt hatte, sie mit dem Medikament Rohypnol betäubt und anschließend vergewaltigt zu haben, steht nun selbst vor Gericht. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, wird ihr vorgeworfen, die Vorwürfe frei erfunden zu haben.
Die Veröffentlichung ihrer Anschuldigungen in den sozialen Medien ging viral und wurde fast eine Million Mal geteilt. Dennoch stellte die Frau weder bei der Polizei noch vor Gericht Anzeige. Stattdessen reichte Gerber Klage wegen Verleumdung ein.
Am Mittwoch begann vor dem Strafgericht Ibiza der Prozess. Die Frau ist alleinige Angeklagte und muss mit bis zu zwei Jahren Haft sowie hohen Entschädigungszahlungen rechnen. Gerber fordert unter anderem 150.000 Euro wegen erlittener seelischer Schäden und fast 750.000 Euro für abgesagte Auftritte in Clubs und Konzerthallen in Ibiza, London, Neapel oder Wien.
Der Produzent und DJ bestreitet die Vorwürfe seit Beginn. Er erklärte, es habe sich um einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gehandelt und die Frau sei sich ihrer Handlungen bewusst gewesen. Sie hingegen behauptete, nach Drogen- und Alkoholkonsum wehrlos geworden zu sein und erst Stunden später verwirrt und verletzt aufgewacht zu sein.
Die Justiz muss nun klären, ob es sich um eine schwerwiegende Falschbeschuldigung handelt oder ob die Frau glaubhaft machen kann, warum sie ihre Anschuldigungen Jahre nach dem angeblichen Vorfall öffentlich machte.
Anmerkung der Redaktion DJ und Musikproduzent Guy Gerber ist unter anderem der Initiator der Partyreihe Rumors, die in diesem Jahr im Club Playa Soleil an der Playa d´En Bossa stattfindet.













