
Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera unter Berufung auf Daten der Umweltorganisation Greenpeace informiert, wurden in den Gemeinden Sant Antoni, Santa Eulària und Vila Konzentrationen im Bereich zwischen 6 und 30 mg/l.festgestellt. Damit gehört die Insel zu jenen Regionen, in denen die Belastung zwar moderat, aber dennoch relevant für die langfristige Wasserqualität ist. Zwar überschreitet auf den Pityusen derzeit keine Gemeinde den gesetzlichen Grenzwert von 50 mg/l, die Situation wird dennoch als kritisch bewertet. Insgesamt liegen auf den Balearen in 51 Gemeinden die Werte über der Empfehlung, in 15 sogar über dem gesetzlichen Limit. Landesweit ist die Situation deutlich angespannter: In ganz Spanien waren im Jahr 2024 insgesamt 332 Gemeinden zeitweise gezwungen, das Leitungswasser als nicht trinkbar einzustufen. In mehr als der Hälfte aller untersuchten Gemeinden lagen die Werte über dem empfohlenen Niveau.
Als Hauptursache nennt Greenpeace die intensive Landwirtschaft sowie die Massentierhaltung, deren Düngemittel und Abwässer große Mengen an Stickstoffverbindungen in die Wassersysteme eintragen. Laut Angaben der Europäischen Kommission stammen rund 81 Prozent der landwirtschaftlichen Stickstoffeinträge direkt oder indirekt aus der Tierhaltung. Die Organisation warnt, dass die Belastung mit Nitraten gesundheitliche Risiken birgt, insbesondere im Zusammenhang mit Krebserkrankungen wie Darmkrebs. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die Verschmutzung oft unbemerkt bleibt, da sie weder sichtbar noch geruchlich wahrnehmbar ist. Ein von Greenpeace veröffentlichtes interaktives Karten-Tool soll nun mehr Transparenz schaffen und es Bürgern ermöglichen, die Qualität ihres Trinkwassers zu überprüfen. Langfristig sei jedoch nur durch konsequente Maßnahmen eine Verbesserung und Reduktion der Belastung zu erreichen.
—->HIER<—– findet ihr die interaktive Karte von Greenpeace















