
Im Fall ihres ländlichen Anwesens Villa Rocío setzt die umstrittene Unternehmerin Francisca Sànchez Ordóñez offenbar auf Konsens mit den Behörden. Nachdem Kontrolleure des Inselrats 2021 den illegalen Anbau von 235 Quadratmeter Wohnraum beanstandet und anschließend eine Baustopp angefordert hatten, reichte Sánchez letztlich einen Entwurf zum Rückbau ein. Dieser, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera, sei von der Inselbehörde genehmigt worden. Der Anbau ohne Genehmigung sei auf geschütztem Gebiet erfolgt, so die Zeitung. Nun obliege es dem Bauamt Sant Joseps innerhalb eines Monats zu prüfen, ob alle erforderlichen Unterlagen für den Rückbau vorliegen. Sollte dies der Fall sein, verfügt die Eigentümerin der Villa über vier Monate Zeit, die Rückbauarbeiten durchzuführen und zu beenden.
Um eine Geldstrafe für den illegalen Anbau wird Sánchez aber auch im Fall ihrer Villa Rocío nicht herumkommen. Weil sie der Aufforderung nach einem sofortigen Baustopp seinerzeit nicht nachkam, werden rund 116 000 Euro fällig.
In den zurückliegenden Jahren machte die andalusische Bauunternehmerin insbesondere durch ihren Querelen um verschiedene nicht genehmigte An- und Ausbauten in ihrer Casa Lola Schlagzeilen. Nach jahrelangem Rechtsstreit mit Inselrat und Gemeinde rückten im vergangenen August im Auftrag der Gemeinde und gestützt durch einen richterlichen Beschluss dort die Bagger an. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich zahlreichen Urlauber auf dem Anwesen in Sant Josep auf (Ibiza Live Report berichtete mehrmals).










