
Die Räumung des illegalen Camps Sa Joveria in Ibiza hat am heutigen Dienstagmorgen planmäßig begonnen. Bereits in der Nacht verließen die meisten Bewohner das Gelände freiwillig. Am Vormittag rückten Polizei, Sozialdienste sowie Reinigungsarbeiten mit schwerem Gerät an, um das Gebiet zu sichern und zu säubern, wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet. Grundlage ist eine gerichtliche Genehmigung vom 20. März. Das Gelände wird nun im Auftrag der Stadt vollständig geräumt, die Kosten sollen später den Eigentümern in Rechnung gestellt werden. Im Anschluss ist eine Absperrung des Areals vorgesehen, um eine erneute Besiedlung zu verhindern.
Das Camp hatte zuletzt rund 130 Bewohner, die unter prekären Bedingungen ohne Wasser, sanitäre Anlagen oder Müllentsorgung lebten. Behörden verwiesen auf erhebliche Gesundheitsrisiken sowie eine hohe Brandgefahr durch Gasflaschen und offene Feuerstellen. Vor Ort standen Sozialdienste bereit, um verbliebene Personen zu betreuen und an Hilfsangebote weiterzuleiten. Parallel wurden Notunterkünfte für besonders betroffene Familien organisiert. Die Abrissarbeiten erfolgen schrittweise, bislang wurden keine Menschen mehr im Camp angetroffen, jedoch zwei Tiere, die in die Obhut des Tierschutzes übergeben werden sollen.
Bei der Räumung:
Das Camp am Montagabend. Videos: Periódico de Ibiza y Formentera















