
Einheiten des Infanterieregiments Palma 47 sind seit Dienstag auf Ibiza und Formentera im Einsatz. Es handelt sich um einen weiteren Einsatz im Rahmen des nationalen Plans für Überwachung, Präsenz und Abschreckung, der noch bis Freitag andauert, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.
Bereits in den frühen Morgenstunden brechen die Soldaten von der Umgebung des Ortskerns von Santa Gertrudis in Richtung Inselinneres auf. Nach Märschen von mehr als 14 Kilometern, bei denen das Gelände überprüft wird, kehren die Einheiten zu ihren Fahrzeugen zurück. Diese Aufklärungs- und Kontrollgänge gehören zu den routinemäßigen Aufgaben der derzeit auf den Pityusen stationierten Truppen.
Ziel der Mission ist es, sowohl Fuß- als auch motorisierte Patrouillen durchzuführen, verschiedene Gebiete kennenzulernen und im Bedarfsfall die staatlichen Sicherheitskräfte effektiver unterstützen zu können. Gleichzeitig soll der Kontakt zur Zivilbevölkerung und zu lokalen Behörden weiter gestärkt werden. Die gesammelten Informationen dienen dazu, Behörden und Bevölkerung im Ernstfall schneller unterstützen zu können. Die Patrouillen sind noch bis Freitag aktiv und konzentrieren sich auf den Nordosten Ibizas. Begonnen hatte der Einsatz bereits am Dienstag auf Formentera. Dort wurden insbesondere die Bereiche des Hafenbetriebs untersucht, um mögliche An- und Ausschiffungsszenarien, logistische Abläufe und Einsatzmöglichkeiten auf der Insel zu analysieren sowie den Austausch mit der lokalen Bevölkerung zu intensivieren.
Es ist bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass ein solcher Einsatz auf den Pityusen stattfindet. Vergleichbare Einsätze gab es zuvor auch auf Menorca und Formentera. Der logistische Aufwand, Einheiten von Mallorca aus zu verlegen, sei inzwischen Teil des Alltags, da der Inselcharakter besondere Anforderungen an Transport und Planung stelle. Neben der territorialen Erkundung verfolgt der Einsatz auch das Ziel, die militärische Präsenz im Alltag sichtbar zu machen. Laut offizieller Mitteilung trägt das Manöver dazu bei, die Präsenz des Heeres auf allen Baleareninseln zu verstärken, frühzeitig mögliche Bedrohungen zu erkennen und im Krisenfall eine schnelle und umsetzbare Reaktion zu gewährleisten.
Die Operation untersteht dem Landoperativen Kommando, dessen Hauptquartier sich in Santa Cruz de Tenerife befindet und das für Einsätze auf den Kanaren, den Balearen sowie in Ceuta und Melilla zuständig ist. Aus Gründen der Vertraulichkeit wird die genaue Zahl der eingesetzten Soldaten nicht genannt, sie liegt jedoch bei rund 20 Personen.















