
In andächtiger Stille hat eine große Menschenmenge am Karfreitag die traditionelle Prozession des „Santo Entierro“ in Santa Eulària verfolgt. Vom Hügel Puig de Missa aus zog der Zug bei Sonnenuntergang durch die Straßen und verband religiöse Bilder mit der eindrucksvollen Inselkulisse. Kurz nach 20 Uhr begann der Abstieg von der Kirche. Angeführt von einem Träger mit einer goldenen Kreuzfigur folgten römische Soldaten, die symbolisch an die Kreuzigung erinnern. Musikalisch begleitet wurde der Zug von mehreren Kapellen, deren Klänge der Prozession einen feierlichen Charakter verliehen.
Im weiteren Verlauf nahmen Kinder in Hirtenkleidung sowie mehrere Bruderschaften teil. Diese präsentierten unterschiedliche Darstellungen Jesu, darunter Szenen wie Christus an der Säule, der Nazarener mit dem Kreuz sowie der gekreuzigte Christus. Jede Gruppe trug ihre Figuren in kunstvoll geschmückten Tragegestellen durch die Straßen und setzte eigene farbliche Akzente.
Den Abschluss bildeten Frauen in schwarzer Kleidung als Zeichen der Trauer sowie die Darstellung der Jungfrau Maria, die von mehreren Frauen getragen wurde. Entlang der Strecke herrschte durchgehend respektvolle Ruhe, während sich zahlreiche Zuschauer entlang des Weges versammelten.
Die Prozession führte dann über mehrere zentrale Straßen bis in das Stadtzentrum und anschließend wieder zurück zum Ausgangspunkt. Laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera dauerte der gesamte Prozessionszug rund drei Stunden.
Video: Periódico de Ibiza y Formentera
Die Tageszeitung stellt —–>HIER<—- eine beeindruckende Bildergalerie zur Verfügung











