Die spanische Nationalpolizei hat eine mutmaßliche
Drogenorganisation zerschlagen, die große Mengen synthetischer Drogen von den
Niederlanden nach Ibiza geschmuggelt haben soll. Zwei Verdächtige wurden festgenommen – einer auf Ibiza, der andere in Rotterdam – und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, berichtet die Tageszeitung
Periódico de Ibiza y Formentera. Die Ermittlungen begannen, nachdem ein Mann durch regelmäßige Kurzreisen zwischen den Niederlanden und Ibiza aufgefallen war. Bei seiner Festnahme stellten die Beamten in einem Koffer rund 50 Kilogramm
Ketamin sicher. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Unterkunft fanden sie einen weiteren Koffer mit 22 Kilogramm
Ecstasy-Tabletten sowie 1.500 Euro Bargeld. Besonders auffällig waren die beschlagnahmten
Ecstasy-Tabletten, die mit Logos bekannter Ibiza-Partys und Veranstaltungsmarken geprägt waren. Darunter befanden sich Aufschriften wie „Ibiza Rocks“, „Solid Grooves“, „elrow“ und „
CircoLoco“ sowie Motive wie UFOs oder Pyramiden. Parallel zu den Maßnahmen auf Ibiza durchsuchten niederländische Behörden im Rahmen der internationalen
Zusammenarbeit ein Lager in Rotterdam, das mit dem auf Ibiza festgenommenen Verdächtigen in Verbindung stehen soll. Dort wurden weitere 100 Kilogramm MDMA sowie rund 1.100 Kilogramm chemischer Vorprodukte sichergestellt. Nach Angaben der Ermittler hätte daraus mehr als 600 Kilogramm synthetische Drogen hergestellt werden können. Die Polizei geht davon aus, dass das Netzwerk für den internationalen
Schmuggel großer Mengen synthetischer Drogen verantwortlich war. Die Ermittlungen dauern an, weitere Festnahmen werden nicht ausgeschlossen.
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