
Die Debatte um das illegale touristische Vermieten auf Ibiza hat das balearische Parlament erreicht. Laut der Tageszeitung Diario de Ibiza stellte der sozialistische Abgeordnete Álex Pitaluga die Darstellung der Regionalregierung infrage, wonach das irreguläre Angebot praktisch „eliminiert“ worden sei.
Pitaluga erklärte, er habe selbst noch am Montag entsprechende Inserate für Apartments und sogar Zelte auf Vermietungsplattformen gefunden. „Das illegale touristische Vermieten auf Ibiza verschwindet nicht, es verwandelt sich“, sagte er mit Blick auf neue Online‑Plattformen. Unter Verweis auf Zahlen des spanischen Statistikamts INE betonte er, dass im vergangenen Sommer die Zahl der in irregulären Unterkünften untergebrachten Touristen um 3,4 Prozent gestiegen sei. Die damit verbundenen Ausgaben hätten mit 550 Millionen Euro den höchsten Stand der letzten zehn Jahre erreicht. Tourismusminister Jaume Bauzà verteidigte hingegen die aktuelle Politik. Man habe die Zahl der illegalen Anzeigen auf den Plattformen drastisch reduziert und tausende Inserate entfernt. Laut Bauzà sei durch die Zusammenarbeit von Behörden und Privatsektor eine Reduktion um 88,8 Prozent erreicht worden. Zugleich übte er Kritik an früheren Maßnahmen des Inselrats und sprach von einem Unterschied zwischen „Management“ und „reiner Symbolpolitik“.
In seiner Erwiderung fragte Pitaluga nach dem Stand der Verfahren zu den rund 3.000 entfernten Anzeigen und kritisierte, dass ein Vorschlag zur Einrichtung einer Kontrollkommission gegen das illegale Angebot keine Mehrheit gefunden habe. Die Auseinandersetzung zeigt, dass das Thema Wohnraum und Ferienvermietung weiterhin zu den politisch sensibelsten Fragen auf Ibiza zählt.












