
In Santa Eulària hat ein Wohnungssuchender eine erstaunliche und aus seiner Sicht diskriminierende Erfahrung gemacht. Nach Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera wurde ihm die Anmietung eines rund 30 Quadratmeter großen Studios für 1.200 Euro monatlich verweigert – mit der Begründung, dass er gegen das Coronavirus geimpft sei.
Der Betroffene, der anonym bleiben möchte, erklärte, man habe ihn während der Verhandlungen nicht nur nach Haustieren und Kindern, sondern auch nach seinem Impfstatus gefragt. Nachdem er angab, geimpft zu sein, habe die Eigentümerin seine Anfrage abgelehnt. Zur Begründung hieß es, aus gesundheitlichen Gründen könne keine geimpfte Person die Wohnung beziehen. Der Wohnungssuchende bezeichnet dieses Vorgehen als eindeutige Diskriminierung, die sensible persönliche Daten missbrauche. Die Ablehnung habe keinerlei wissenschaftliche Grundlage, betonte er. Der entsprechende Inseratseintrag ist weiterhin online, und auch anderen Interessenten wurde laut ihren Aussagen mitgeteilt, dass sie nicht geimpft sein dürfen.
Aus Sicht des Verbands der Immobilienmakler auf den Balearen kann ein Vermieter zwar frei entscheiden, an wen er vermiete. Doch die Festlegung eines solchen Impfstatus als Ausschlusskriterium sei ein neuartiger und offenbar diskriminierender Vorgang, wie Delegierter Zenón Helguera erklärte.
Die Wohnung befindet sich in Santa Eulària, ist etwa 30 Quadratmeter groß und werde über ein bekanntes Immobilienportal angeboten – weiterhin mit der fragwürdigen Bedingung, nicht geimpft zu sein, so die Tageszeitung.













