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Archäologie

Uralte Hercules-Skulptur bekommt einen Kühl-Container

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Eines der Funde bei den archäologischen Ausgrabungen. | Foto: Consell de Ibiza, Periódico de Ibiza y Formentera

Der Inselrat von Eivissa und das Archäologische Museum von Ibiza und Formentera koordinieren die Konservierung einer rund 1.700 Jahre alten Holzskulptur des Hercules, die bei einer archäologischen Grabung in der Stadt Ibiza entdeckt wurde. Da es sich um extrem sensibles Material handelt, haben die Fachleute des Bereichs Patrimonio des Consell d’Eivissa und des Museums beschlossen, einen gekühlten Container mit ausreichender Kapazität bereitzustellen. Darin sollen die organischen Überreste bei kontrollierter Temperatur gelagert werden, wie die Inselinstitution in einer Mitteilung erklärte.

Parallel dazu wird das Personal aufgestockt, um die vorbereitende Reinigung der Fundstücke in möglichst kurzer Zeit durchführen zu können. Zusätzlich soll ein spezialisiertes Zentrum mit den notwendigen technischen und personellen Ressourcen eingebunden werden, um die endgültige Restaurierung und Konservierung abzuschließen. Bei entsprechender Genehmigung ist eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Unterwasserarchäologie von Katalonien vorgesehen, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.

Der Fundort befindet sich an der Avenida Isidor Macabich in Ibiza. Auf dem Grundstück plant das Institut Balear de la Vivienda den Bau von 60 Sozialwohnungen. Die Grabung, geleitet von den Archäologen Glenda Graziani und Juan José Marí Casanova, wurde in der vergangenen Woche abgeschlossen. Dabei kamen Überreste zutage, die normalerweise im Lauf der Zeit verloren gehen, sich aber dank der Lagerung im Grundwasserniveau in gutem Zustand erhalten haben, wie Graziani erklärte.

Zunächst wurden mehrere Brunnen entdeckt, die unterschiedliche Funktionen hatten und zuletzt als Abfallgruben dienten. In einem dieser Brunnen fanden die Archäologen die besonders bedeutenden Objekte, darunter die Hercules-Schnitzarbeit: eine etwa 30 Zentimeter große, sorgfältig gearbeitete Holzfigur, die ersten Einschätzungen zufolge aus dem 3. Jahrhundert nach Christus stammt.

Neben der Skulptur wurden zahlreiche weitere organische Materialien geborgen, darunter eine Ledersohle, viele Holzfragmente, Samen, Feigen und sogar ein zerdrückter Granatapfel. Das Gesamtvolumen der Funde habe bislang beispiellose Ausmaße innerhalb der ibizenkischen Archäologie erreicht, so der Consell d’Eivissa abschließend.

 

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