
Die Überschwemmungen infolge der Unwetter am 30. September und 12. Oktober haben auf Ibiza erhebliche Schäden an öffentlichen Infrastrukturen verursacht. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, beläuft sich der entstandene Schaden laut Angaben des Rathauses von Ibiza auf insgesamt 20.181.016 Euro.
Am stärksten betroffen war die Gemeinde Ibiza-Stadt. Dort summieren sich die Schäden an öffentlichen Einrichtungen auf 14.480.500,99 Euro. Die gesamten Schäden und Verluste in der Stadt, einschließlich der betroffenen Geschäfte, liegen sogar bei nahezu 29 Millionen Euro.
Auch die Gemeinde Sant Josep verzeichnete erhebliche Schäden. Die Beeinträchtigungen an kommunalen Infrastrukturen werden hier auf rund 4,2 Millionen Euro beziffert. Unter Einbeziehung der Verluste von Unternehmen und Privatpersonen steigt dieser Betrag auf 7,25 Millionen Euro. In diesem Zusammenhang wies Bürgermeister Vicent Roig darauf hin, dass einzelne Straßen, wie etwa die des Cranc in Cala Tarida, nur mit umfassenden Sanierungsprojekten wiederhergestellt werden könnten. Weitere Schäden wurden unter anderem am Dach des Sozialzentrums von Cala Tarida, in der Sporthalle von Can Guerxo, an den Schulen Can Raspalls und Sant Jordi sowie im unterirdischen Gebäude an der Plaça de Sant Jordi festgestellt, das derzeit geschlossen ist.
In Santa Eulària des Riu wurden die Schäden auf etwa 900.000 Euro geschätzt. Die Gemeinde Sant Joan de Labritja meldete Schäden in Höhe von 207.702,71 Euro, die unter anderem die Reparatur von Strandstegen, das Abwassersystem von s’Arengal Gros und Petit sowie die Sicherung eines Hangs in Xarraca betreffen.
Hinzu kommen 387.812,39 Euro an Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen des Inselrats von Ibiza selbst. Besonders betroffen sei das Auditorium von Cas Serres, dessen Zuschauerraum vollständig überflutet wurde. Das Kulturdezernat der Inselverwaltung sah sich gezwungen, alle Veranstaltungen bis zum Jahresende abzusagen, um die Sanierung des Kulturzentrums voranzutreiben.
Deutlich glimpflicher verliefen die Überschwemmungen im Gemeindegebiet von Sant Antoni, wo keine nennenswerten Schäden an öffentlichen Infrastrukturen registriert wurden. Der dortige Stadtrat ist bislang die einzige Kommune, die beim spanischen Staat keine Erklärung zur Katastrophenzone beantragt hat.
Der spanische Ministerrat beschloss am 25. November die Erklärung zur Katastrophenzone für 63 Regionen in elf autonomen Gemeinschaften, darunter auch Ibiza und Formentera. Auf Grundlage dieses Beschlusses können weitere Ministerien Maßnahmen ergreifen, um die Folgen der Überschwemmungen abzumildern. Der Consell de Ibiza hat bislang 108 Anträge auf Hilfsleistungen von Betroffenen erhalten. Rund 30 Prozent betreffen beschädigte Wohnungen, 40 Prozent Fahrzeuge und weitere 30 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Die Frist zur Beantragung dieser Hilfen endet am 8. Januar. Die maximal vorgesehenen Beträge belaufen sich auf 2.500 Euro pro Wohnung, 2.000 Euro pro Totalschaden an Fahrzeugen, bis zu 10.000 Euro für Unternehmen sowie 2.000 Euro für Selbstständige, abhängig vom jeweils nachgewiesenen Schaden.













