
Die Marina Port Nàutic Ibiza, betrieben von Puertos y Litorales Sostenibles (PyLS), im Verdacht, gegen zentrale Vorschriften ihrer Genehmigung zur temporären Hafennutzung (AOT) zu verstoßen. Laut einem technischen Bericht des Verbandes der Liegeplatzbesitzer sollen dort mehr Schiffe mit über 15 Metern Länge und mehr Boote im Transitverkehr liegen als erlaubt, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.
Die Untersuchung basiert auf einem Bericht der Firma Croma Detectives, die am 17., 18. und 19. August 2024 insgesamt 261 Boote in den Hafenanlagen zählte. Davon waren 140 nicht im Basisregister von 2021 erfasst, sechs davon überschritten die maximal erlaubte Länge von 15 Metern. Laut dem Bericht dürften nur 40 Transitboote zugelassen sein – also 15 Prozent der maximal 269 genehmigten Liegeplätze. Der hohe Anteil nicht registrierter Boote legt nahe, dass mehr Transitliegeplätze vergeben wurden als erlaubt.
Am 10. Januar 2025 reichte die Liegeplatzbesitzer-Vereinigung eine formelle Beschwerde bei der Hafenbehörde APB ein und dokumentierte die mutmaßlichen Regelverstöße. Laut Bericht solle dies zur Einleitung eines Sanktionsverfahrens führen.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das fehlende Angebot eines funktionierenden Bootslagers (Varadero) für Wartung und Reparatur. Wie der Gutachter Pedro Puigdengoles erklärt, wurde dieser Dienst laut AOT-Vorgabe nicht erfüllt. Bei Besuchen am 26. November 2024 und 12. Februar 2025 seien keine Boote zur Wartung vor Ort gewesen. Zudem legen E-Mail-Korrespondenzen offen, dass Anfragen für Wartung im Mai und August 2024 abgelehnt wurden mit dem Hinweis, das Lager werde nur zur Aufbewahrung genutzt.
Der Bericht nennt weitere mutmaßliche Missstände, die sogar ein Verfahren zur Entziehung der temporären Nutzungsgenehmigung gegen PyLS nach sich ziehen könnten.










