
Die Asociación de Empresarios Noches de Ibiza, die Unternehmervereinigung für das Nachtleben von Ibiza (AEON) zieht eine düstere Bilanz der Saison 2025. Laut der Tageszeitung Diario de Ibiza fordern die Mitglieder, dass die Deklaration als Zone, die unter besonderem Lärmschutz steht, aufgehoben wird, da die geltenden Beschränkungen ihrer Meinung nach ungerecht seien.
Der AEON-Sekretär Juan Pantaleoni betont, dass die begrenzten Öffnungszeiten das West End in den Ruin treiben: „Seit der Einführung der Sperrstunde um drei Uhr morgens verschlechtert sich die Lage von Jahr zu Jahr – dieser Sommer war der bislang schlimmste.“ Seiner Ansicht nach liege die Hauptursache für den Lärm nicht bei den Lokalen, sondern bei der Menschenmenge auf den Straßen. „Sogar 2020, als alle Lokale geschlossen waren, wurden die Grenzwerte überschritten.“
Die Unternehmer kritisieren zudem fehlende technische Grundlagen für die Verordnung. Es gebe weder einen aktuellen Lärmkartierungsplan noch regelmäßige Messungen. Damit sei die Regelung aus dem Jahr 2018 rechtlich fragwürdig.
Auch der AEON-Vizepräsident und Barbesitzer José Colomar Ribas fordert eine Änderung. In seiner Straße seien von ehemals zwölf Lokalen nur noch zwei geöffnet. „Wir müssen drei Stunden früher schließen als der Rest der Insel. Das ist ein klarer Wettbewerbsnachteil.“ Außerdem verhindere das Gesetz auch kulturelle Veranstaltungen: Selbst Konzerte oder Aktionen bei Patronatsfesten seien untersagt.
Zwar begrüßen die Unternehmer Projekte wie die künstlerische Installation von Okuda in der Carrer de Santa Agnès oder Förderprogramme für eine Umgestaltung des Viertels, doch seien diese Maßnahmen aus ihrer Sicht nicht ausreichend. „Wenn die Bedingungen nicht geändert werden, schrumpft das Angebot im West End weiter. Die Situation ist kritisch“, warnt AEON.
Die Vereinigung fordert den Dialog mit der Stadt Sant Antoni, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und die Zukunftsfähigkeit des Viertels sicherzustellen.











