
Die geplante Großreform des Flughafens Ibiza sorgt bereits vor dem offiziellen Start für heftige Diskussionen. Laut Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera plantdie Flughafengesellschaft Aena eine umfassende Erweiterung des Flughafens Es Codolar mit Investitionen von rund 230 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen sich über fast ein Jahrzehnt erstrecken und den Flughafen bis etwa 2034 grundlegend verändern.
Kernstück des Projekts ist ein neuer Flugsteig neben dem Kontrollturm. Damit soll die Zahl der Gates von derzeit 17 auf künftig 32 nahezu verdoppelt werden. Zusätzlich sind neue Sicherheitskontrollen, mehr Check-in-Schalter, größere Gepäckbereiche sowie neue VIP- und Premiumzonen vorgesehen. Auch die kommerziellen Flächen mit Geschäften und Gastronomie sollen deutlich erweitert werden. Laut den Planungen wird die bestehende Terminalfassade dafür um bis zu 60 Meter verschoben.
Aena begründet die Maßnahmen mit dem stetigen Wachstum des Flugverkehrs. Der Flughafen Ibiza zählt inzwischen mehr als neun Millionen Passagiere pro Jahr. Die öffentlichen Betreiber betonen zudem, dass der Umbau unter Kriterien wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Digitalisierung erfolgen solle. Während der gesamten Bauzeit soll der Flughafen weiter in Betrieb bleiben. Massive Kritik kommt jedoch vom Umweltverband GEN-GOB. Die Organisation spricht von einem „echten Anschlag auf die Insel“ und warnt vor einer weiteren Verschärfung der Überfüllung auf Ibiza. Der Verband verweist auf bestehende Probleme wie Wohnraummangel, Wasserknappheit, Verkehrschaos und überlastete öffentliche Dienste. Besonders kritisch sieht GEN-GOB, dass die Erweiterung auch dem Privatjet-Verkehr zugutekommen könnte. Der Umweltverband fordert die balearischen Institutionen deshalb auf, sich gegen das Projekt zu stellen und die Ausbaupläne zu stoppen.











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