
die ibizenkische Naturschutzorganisation GEN-GOB fordert für das geplante balearische Küstengesetz verbindliche Obergrenzen für die Nutzung von Stränden und Küstenabschnitten. Auf Stränden sollen jedem Besucher mindestens fünf Quadratmeter zur Verfügung stehen, um eine Überlastung zu verhindern und sowohl die Umwelt als auch die Aufenthaltsqualität zu schützen. Nach Ansicht der Umweltschützer muss die Belastungsgrenze anhand physischer, ökologischer und sozialer Kriterien ermittelt werden, berichtet die Tageszeitung Diario de Ibiza.
Strenger kontrolliert werden sollen auch private und kommerzielle Nutzungen des öffentlichen Küstenraums. Betreiber müssten nachweisen, warum ihre Angebote direkt an der Küste erforderlich sind und weshalb es keine geeigneten Alternativen außerhalb des öffentlichen Raums gibt. Für Boote fordert der GEN-GOB innerhalb der ersten 300 Meter vor der Küste eine Höchstgeschwindigkeit von drei Knoten. Vor nicht markierten Stränden und Buchten soll außerdem ein Mindestabstand von 50 Metern für das Ankern gelten. Mit Blick auf den Klimawandel verlangt die Organisation konkrete Regeln für den Rückbau oder die Verlegung gefährdeter Anlagen. Infrastrukturen in Bereichen, die künftig vom steigenden Meeresspiegel, von Stürmen oder vom Rückgang der Küstenlinie bedroht sind, dürften nicht weiter dauerhaft verfestigt werden. Entsprechende Anpassungsmaßnahmen müssten zu einem zentralen Bestandteil der neuen Küstengesetzgebung werden. Zusätzlich fordert der GEN-GOB ein dauerhaftes und koordiniertes Kontrollprogramm für Aktivitäten an der Küste sowie die Veröffentlichung der Ergebnisse. Das neue Gesetz dürfe sich nicht darauf beschränken, bestehende Nutzungen zu verwalten, sondern müsse bei einer Überlastung verbindliche Grenzen setzen. Vorrang müssten der Schutz der Küstenökosysteme, der öffentliche Zugang und die Anpassung an den Klimawandel haben.











