
Wer während des Corona-bedingten Lockdowns befürchtet hatte, der Tourismus würde sich auf Ibiza so schnell nicht wieder erholen, ist in diesem Jahr eines Besseren belehrt worden: Mit 3,39 Millionen Besuchern stellte die Insel einen neuen Rekord auf und nebenbei die Zahlen aus 2019 (rund 70 000 Urlauber weniger) in den Schatten, meldet die Tageszeitung Diario de Ibiza. Selbst das bisherige Rekordjahr 2018 (3,27 Millionen Besucher) hatte gegenüber 2022 das Nachsehen. Während die Zahlen der Briten und Italiener deutlich unter dem Niveau von Vor-Corona blieben, war Ibiza in diesem Jahr bei den eigenen Landsleuten vom Festland so beliebt wie nie. Rund 833 000 spanische Besucher bedeuteten nicht nur einen Rekord für die Insel, dieser wurde im Vergleich zu bisherigen Spitzenjahr 2018 (233 000 Spanier weniger) geradezu pulverisiert. Zuwachsraten verzeichneten auch deutsche und französische Touristen.
Die gut 3,39 Millionen Besucher ließen auf den ersten Blick auch die Kassen der hiesigen Wirtschaft klingeln: Mit knapp 3,5 Milliarden Euro gaben die Touristen so viel Geld wie nie zuvor aus, im Vergleich zu 2019 spülten sie 235 Millionen Euro mehr in die Bilanzen der Unternehmen. Bei näherem Hinsehen aber, so der Vorsitzende des Tourismusverbands Fomento, Alejandro Sancho, seien die Gewinne unterm Strich aber zumeist eingebrochen. Grund hierfür seien die hohe Inflation und Bettenpreise, die trotz Preissteigerungen die Ausgaben nur unzureichend hätten decken können.












