
In Sant Llorenç wurden die illegalen Bauarbeiten an einer geschützten Finca trotz amtlicher Stilllegung fortgesetzt. Laut der Tageszeitung Diario de Ibiza hatte das Rathaus von Sant Joan den Bau zuvor gestoppt und die Baustelle versiegelt. Dennoch setzten die Verantwortlichen die Arbeiten fort, woraufhin die Behörden eingreifen mussten.
Ursprünglich wurde eine mutmaßliche Verletzung der städtebaulichen Vorschriften festgestellt, als die Renovierung der Immobilie an der Grenze zwischen Sant Llorenç und Santa Gertrudis entdeckt wurde. Die Konstruktion hat ein Erdgeschoss mit etwa 197 m² und eine obere Etage mit rund 35,40 m². Laut dem Rathaus umfassten die Arbeiten strukturelle Änderungen, eine Volumenerweiterung, den vollständigen Abriss und Wiederaufbau des westlichen Flügels in beiden Etagen. Zusätzlich war eine Umnutzung eines angrenzenden Anbaus mit einer Fläche von 100 m² geplant, an dem bereits Arbeiten begonnen wurden. Ein weiterer Bereich von 56 m² sollte ebenfalls umgebaut werden, dort hatten die Arbeiten jedoch noch nicht begonnen.
Zudem wurden Arbeiter ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis auf der Baustelle entdeckt. Dies führte zur Beschlagnahmung der Baumaschinen durch die Polizei und weitere Sanktionen gegen die Bauherren.
Da das Gebäude im Denkmalschutzregister des Inselrats von Ibiza verzeichnet ist, handelt es sich um einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Urbanismusgesetz der Balearen. Die Stadtverwaltung hat ein Bußgeldverfahren eingeleitet, das eine Strafe in Höhe von 257.525 Euro vorsieht. Weitere Untersuchungen sind im Gange, um zusätzliche Verstöße gegen die städtebaulichen Vorschriften zu ahnden.
Der Investor hinter dem Projekt, die niederländische Young Group, plant trotz der Verstöße weitere Hotelprojekte in Spanien.













