
Der internationale Tourismusmarkt blickt derzeit mit wachsender Aufmerksamkeit auf die geopolitische Lage. Der Präsident des Inselrats von Ibiza, Vicent Marí, sprach über die aktuellen und möglichen Auswirkungen auf den Tourismus in Ibiza. Trotz der aktuellen Unsicherheit infolge des Konflikts im Nahen Osten seien die Tourismusprognosen für den Mittelmeerraum bislang stabil. Der Konflikt habe zwar deutliche Auswirkungen auf einige Destinationen im Nahen Osten sowie in Teilen Südostasiens, doch bislang gebe es keine negativen Effekte auf die Nachfrage nach Ibiza. Nach Angaben des Inselpräsidenten überwacht das Touristische Intelligenzsystem der Insel, SITEivissa, derzeit genau die Entwicklung des Marktes. Analysiert werden unter anderem das Verhalten von Fluggesellschaften, das Interesse an Ibiza, konkrete Reservierungen sowie die Entwicklung der Preise. Ziel sei es, möglichst viele Daten zu sammeln, damit die Tourismusbranche schnell reagieren könne und mögliche Folgen des Konflikts für Ibiza möglichst gering bleiben.
Marí betonte zugleich, dass bei allen wirtschaftlichen Überlegungen zunächst die Menschen im Konfliktgebiet im Mittelpunkt stehen müssten. Gleichzeitig richtete er Worte der Unterstützung an Einwohner von Ibiza, die derzeit wegen der Luftraumsperrungen in betroffenen Ländern festsitzen..
Der Inselrat von Ibiza nimmt mit seiner Abteilung für Tourismusförderung an der ITB Berlin teil, die noch bis Donnerstag auf dem Messegelände der deutschen Hauptstadt stattfindet. Ziel sei es, den deutschen Markt weiter zu festigen, der inzwischen der viertgrößte Herkunftsmarkt für Ibiza ist, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera. In den vergangenen Jahren haben sich jährlich rund 350.000 deutsche Urlauber für Ibiza entschieden. In etwa 62 Prozent der Fälle bleiben sie länger als sieben Tage auf der Insel. Nach Angaben des Consell gilt der deutsche Markt als besonders strategisch, da diese Besucher oft längere Aufenthalte planen, pro Person vergleichsweise viel ausgeben und Maßnahmen zur ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit positiv bewerten.











