
In Sant Josep de sa Talaia ist die dreijährige Boxerhündin Lihka nach einem Angriff zweier Rottweiler ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich am 21. Februar in einer Bergregion der Gemeinde. Hundebesitzerin Vanessa ging mit der angeleinten Hündin spazieren. Die beiden Hunde hätten sich laut ihrer Schilderung „brutal“ auf Lihka gestürzt. Vanessa versuchte, die Tiere zu trennen, wurde dabei selbst mehrfach gebissen und musste mit Verletzungen an beiden Händen medizinisch versorgt werden. „Es war der schwerste Tag meines Lebens“, erklärte sie laut Angaben der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.
Nach Angaben von Anwohnern sollen die beiden Rottweiler bereits zuvor in weitere Zwischenfälle verwickelt gewesen sein. Vanessa hat Anzeige erstattet und betont, dass es ihr nicht um Rache gehe, sondern darum, Verantwortung einzufordern und ähnliche Tragödien künftig zu verhindern. Ein Spaziergang mit angeleintem Hund dürfe nicht tödlich enden.
Die Tierschutzpartei PACMA fordert verstärkte Kontrollen in ländlichen Gebieten sowie ein konsequenteres Vorgehen gegen verantwortungslose Tierhalter. Auch das Rathaus von Sant Josep reagierte mit einem offiziellen Statement. Man zeigte sich tief betroffen und erinnerte daran, dass im gesamten Gemeindegebiet Leinenpflicht gilt. Für potenziell gefährliche Hunde sind zusätzlich Maulkorb, gültige Lizenz sowie eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von über 2.500 Euro, im schweren Fall auch der Entzug der Halterlizenz oder die Beschlagnahmung der Tiere.











