
Vor wenigen Tagen berichteten wir über die Aktivitäten der Gemeinde Sant Antoni und die dortigen Maßnahmen zum Umgang mit Katzenkolonien und ausgesetzten Hunden. Nun bewegt sich auch in Santa Eulària des Riu etwas: Die Gemeinde hat ihren neuen Plan de Gestión Integral Felina ( Managementplan für Straßenkatzen) vorgestellt – ein Programm, das erstmals einen vollständig koordinierten Ansatz für die Betreuung der Straßenkatzen im Gemeindegebiet bietet.
In einer Informationsrunde präsentierte das Rathaus den Plan verschiedenen Institutionen und freiwilligen Organisationen, die sich mit Umweltschutz, Tierwohl und Biodiversität befassen. Das Programm stützt sich auf vier zentrale Säulen: Tierwohl, Gesundheit und Hygiene, Umwelt und Biodiversität sowie das Zusammenleben der Einwohner.. Ziel ist eine humanitäre und gleichzeitig effiziente Verwaltung der Katzenbestände – unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Inselökosysteme.
Der Plan sieht eine aktive Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, qualifiziertem Personal und freiwilligen Helfern vor. Jede Situation soll künftig anhand eines klaren Diagnose- und Prioritätssystems bewertet werden, um Ressourcen sinnvoll einzusetzen und Maßnahmen innerhalb der geltenden Vorschriften durchzuführen.
Bis 15. Januar können Interessierte über das Registro de Entrada (amtliches Eingangsregister) im Rathaus eigene Vorschläge einreichen, um den Plan weiter zu verbessern.
An der Sitzung zum Tierwohl nahmen zahlreiche Akteure teil: darunter die Gemeinden Sant Josep und Sant Antoni, der Consell d’Eivissa (Inselrat von Ibiza), regionale Dienste wie die Direcció General de Medi Natural (Generaldirektion für Naturschutz), der Servei d’Agents de Medi Ambient (Umweltagenten-Dienst), die Conselleria de Salut (Gesundheitsbehörde), die Lokalpolizei), die Stiftung Natura Parc sowie staatliche Kräfte wie SEPRONA (Umweltschutzdienst der Guardia Civil). Auch Umweltgruppen wie GEN-GOB (Umweltverband der Balearen), SEO Birdlife (ornithologischer Naturschutzverband), Amics de la Terra owie die Tierschutzorganisationen Care4cats und der Verein der Katzenkolonien Ibizas waren vertreten.
Nun ist auch die Gemeinde Sant Josep im Fokus. In der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera von heute fordern Tierschützer nun die vollständige Umsetzung der staatlichen Tierschutzgesetzgebung. In Sant Josep gebe es bislang keine offiziell registrierten Katzenkolonien, anerkannte Betreuungspersonen, auf den Namen des Rathauses registrierte Katzenkolonien sowie kein aktives CER-Programm (Captura – Esterilización – Retorno / Einfangen – Sterilisieren – wieder freilassen).













