
Tierschutzorganisationen üben deutliche Kritik am neuen Plan zur Verwaltung von Katzenkolonien in Santa Eulària. Die Associació de Colònies Felines d’Eivissa hat formelle Einwände gegen den Entwurf des entsprechenden Managementplans eingereicht. Beanstandet werden insbesondere Ausschlusszonen und eine automatische Umsiedlung von Katzenkolonien, die nach Ansicht der Organisation nicht mit dem geltenden Rechtsrahmen vereinbar seien und vermeidbares Tierleid verursachten. Die nationale Gesetzgebung sieht vor, dass die Entfernung oder Verlagerung von frei lebenden Katzen nur in Ausnahmefällen, unter tierärztlicher Aufsicht und auf Grundlage eines Gutachtens der autonomen Verwaltung erfolgen darf. Der Entwurf definiere jedoch Inkompatibilitätsbereiche (Zonen A) sowie einen pauschalen Radius von 500 Metern (Zonen B), innerhalb dessen systematische Verdrängungen möglich würden – ohne individuelle technische Begründung.
Die Tierschützer fordern daher, automatische Ausschlüsse zu streichen und das CER‑Verfahren (Captura, Esterilización, Retorno – Einfangen, Kastrieren, Rückführen) im gesamten Gemeindegebiet zu priorisieren. Umsiedlungen dürften nur einzelfallbezogen und auf Basis eines Fachgutachtens erfolgen. Auch die pauschale Festlegung der Zonen B solle aufgehoben oder zumindest fallweise geprüft werden. Laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera verlangen die Organisationen zudem verbindliche präventive Maßnahmen wie Umweltanpassungen, Zugangskontrollen und geregelte Fütterung. Weitere Forderungen betreffen höhere Mittel für Kastrationen, wirksame Schutzmechanismen bei Misshandlung sowie mehr Transparenz durch öffentlich einsehbare Kennzahlen. Der Sprecher der Organisation, Olivier Hassler, betont, die Entfernung von Straßenkatzen dürfe keine Standardlösung sein. Abschließend fordert die Vereinigung die Einrichtung eines technischen Begleitausschusses, um eine rechtskonforme und transparente Verwaltung der Katzenkolonien sicherzustellen.











