
Die Tierschutzpartei Pacma hat Einspruch gegen den Haushaltsentwurf der Gemeinde Santa Eulària für 2026 eingelegt, da keine ausreichenden Ressourcen für die Betreuung der Katzenkolonien vorgesehen sind, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.
Nach Angaben der Partei leben im Gemeindegebiet mehr als 600 Gemeinschaftskatzen in rund 50 Kolonien, ohne dass es 2025 ein aktives Programm zur Kastration, Kennzeichnung oder tierärztlichen Versorgung gegeben hätte. Auch ein offizielles Register für Kolonien und betreuende Personen fehlte, sodass die gesamte Arbeit derzeit von Freiwilligen und privaten Organisationen getragen wird.
Der Haushaltsentwurf enthält lediglich einen allgemeinen Posten „Plan zum Tierschutz“ über 75.000 Euro. Ein konkreter Finanzierungsnachweis für die Verwaltung der Katzenpopulation fehlt. Gleichzeitig seien höhere Summen für andere Bereiche eingeplant, was laut Pacma eine problematische Prioritätensetzung erkennen lasse.
Pacma fordert deshalb eine zweckgebundene Haushaltsposition von mindestens 150.000 Euro – rund 250 Euro pro Tier – zur Stabilisierung der Population. Darin enthalten sein sollen Maßnahmen wie Einfangen, Transport, kontrollierte Fütterung, Schutzunterkünfte, Schulung von Betreuerinnen und Betreuern, Notfall-Versorgung sowie Kooperationen mit anerkannten Tierschutzorganisationen.
Die Partei hofft, dass der Gemeinderat die Einwände berücksichtigt und den Haushalt anpasst, um geltende Vorgaben einzuhalten und das Wohl der Gemeinschaftstiere langfristig zu sichern.















