
Die aktuelle Hitzewelle auf Ibiza stellt auch für Haustiere eine große Gefahr dar. Fernando, Leiter der Tierklinik Clínica Veterinaria San Jorge, warnt laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera eindringlich davor, Hunde in den heißen Mittagsstunden körperlich zu belasten. Besonders kritisch sieht er Menschen, die bei hohen Temperaturen mit ihren Hunden joggen gehen. Solches Verhalten bezeichnet der Tierarzt drastisch als „Gefängnisstrafe wert“. Besonders gefährdet seien ältere Tiere, Hunde mit Herzproblemen sowie sogenannte kurznasige Rassen wie Bulldoggen, Boxer oder Bullmastiffs. Diese Tiere könnten ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt über das Hecheln regulieren und seien deshalb anfälliger für einen Hitzschlag. Der Experte empfiehlt, Spaziergänge ausschließlich in den frühen Morgenstunden oder nach Sonnenuntergang zu unternehmen. Doch auch dann sei Vorsicht geboten. Selbst am Abend könnten hohe Temperaturen in Kombination mit intensivem Spielen oder übermäßiger Bewegung zu gefährlichen Situationen führen. Wichtig sei außerdem, dass den Tieren jederzeit ausreichend Wasser zur Verfügung stehe und die Trinknäpfe regelmäßig kontrolliert würden.
Gleichzeitig räumt Fernando mit einem weit verbreiteten Mythos auf. Oft werde behauptet, langhaarige Hunde dürften im Sommer nicht geschoren werden, da ihr Fell sie vor Hitze schütze. Nach Ansicht des Tierarztes trifft dies jedoch nicht auf alle Tiere zu. Während einige Rassen durch regelmäßiges Bürsten ausreichend gekühlt würden, könnten Hunde mit besonders dichtem Fell regelrecht unter ihrem Pelz leiden. Bei ihnen könne ein fachgerechtes Scheren das Wohlbefinden deutlich verbessern. Vor Sonnenbrand auf der freigelegten Haut müsse man sich laut dem Veterinär nicht durch langes Fell schützen. Sinnvoller sei es, Hunde während der heißesten Stunden des Tages im Haus oder an einem kühlen Ort zu halten, anstatt sie der prallen Sonne am Strand auszusetzen.











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