
Am letzten Samstag im April wird weltweit der Welt-Veterinärtag begangen – ein Anlass, der die zentrale Rolle von Tierärzten für Gesundheit, Schutz und Versorgung von Tieren unterstreicht. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, wird dieser Tag auch auf Ibiza genutzt, um die Bedeutung dieses Berufs sichtbar zu machen. Ein Blick in den Alltag zeigt, wie stark Leidenschaft und Beruf miteinander verbunden sind. Fernando Ribas, Leiter einer Tierklinik in Sant Jordi, bringt es auf den Punkt: „Wir lieben Tiere; es ist ein Beruf aus Berufung.“ Für ihn beginnt diese Motivation bereits in der Kindheit: „Ich wollte schon mit drei oder vier Jahren Tierarzt werden“, erzählt er und verweist auf ein Buch, das ihn früh geprägt habe. In seiner Klinik wird deutlich, wie vielseitig die Arbeit ist. Zwei gelähmte Katzen übernehmen dort eine besondere Rolle als emotionale Unterstützung für andere Tiere. „Sie leben hier, verstehen sich sehr gut und geben den anderen Katzen Ruhe“, erklärt Ribas. Solche Momente seien es, „die uns im Alltag erfüllen“. Der Tagesablauf sei strukturiert und gleichzeitig anspruchsvoll. Tiere werden getrennt untergebracht, untersucht, behandelt und operiert. Dabei spielt die Überwachung der Vitalwerte eine zentrale Rolle. „Alle Eingriffe erfolgen unter Kontrolle der wichtigsten Körperfunktionen“, sagt Ribas und betont, dass das Risiko heute mit etwa „eins zu tausend“ sehr gering sei – ein Zeichen für die enorme Entwicklung der modernen Tiermedizin. Auch die Pflege gehört zum Alltag: Tiere werden versorgt, Medikamente verabreicht und die Besitzer regelmäßig informiert. Besonders wichtig sei dabei die Organisation der Abläufe innerhalb der Klinik, die als Herzstück die Aufnahme der Tiere und die erste Einschätzung ihrer Situation umfasst.
Das Tierheim von Sa Coma zeigt eine weitere Facette des Berufs. Dort kümmert sich Tierarzt Miguel Quiñones um die Grundversorgung der Tiere. „Unsere Hauptaufgabe ist die Pflege, Fütterung und medizinische Betreuung“, erklärt er. Aktuell leben dort rund 52 Hunde und 35 Katzen, die täglich versorgt werden. Neben Impfungen und Routineuntersuchungen werden komplexere Fälle an spezialisierte Kliniken überwiesen. „Wir machen hier die Basisarbeit, alles Weitere wird weitergeleitet“, so Quiñones. Auch er beschreibt seine Tätigkeit als klare Berufung: „Ich wollte immer Tierarzt werden – und habe es durchgezogen.“ Für beide Tierärzte steht vor allem eines im Mittelpunkt: der direkte Kontakt zu den Tieren. Der Welt-Veterinärtag macht damit deutlich, dass hinter der täglichen Arbeit nicht nur Fachwissen, sondern vor allem Engagement, Verantwortung und echte Hingabe stehen.















