
Nach dem Nachweis erhöhter Werte von E. coli und Enterokokken hat die Gemeinde Sant Josep das Baden an einem Teil des Strandes Es Codolar vorübergehend untersagt. Betroffen ist ausschließlich der Bereich vor der Mündung des Sturzbachs. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, wurde die Maßnahme vorsorglich zum Schutz der Badegäste angeordnet.
Die Sperrung erfolgte nur wenige Stunden nach einer öffentlichen Beschwerde mehrerer Umwelt- und Bürgervereinigungen. Aliança per l’Aigua, GEN, Amics de la Terra, das Institut d’Estudis Eivissencs sowie Nachbarschaftsverbände werfen dem Flughafenbetreiber Aena vor, über die Kläranlage am Torrent de sa Font fäkalienbelastetes Wasser in den Naturpark Ses Salines einzuleiten. Vier Proben eines zugelassenen Labors, die zwischen dem 12. Juni und dem 22. Juli genommen wurden, sollen Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte um das bis zu 17-Fache belegen. Die Aliança per l’Aigua kündigte an, die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft vorzulegen. Zusätzlich kritisieren die Verbände, der Flughafen nutze für seine Wasserversorgung eigene Brunnen und eine angeblich nicht genehmigte Entsalzungsanlage, deren Rückstände möglicherweise im Schutzgebiet landen. Sie sehen darin eine illegale Belastung des Naturparks und warnen, die Infrastruktur Ibizas sei durch weiteres Wachstum überfordert. Aena weist die Vorwürfe zurück und erklärt, der Flughafen verfüge für seine fünf Brunnen sowie für die Kläranlage über alle erforderlichen Genehmigungen. Entnahme-, Verbrauchs- und Analysewerte würden regelmäßig an die zuständigen Behörden gemeldet und die zulässigen Mengen eingehalten. Die Gemeinde will am Montag neue Wasserproben entnehmen und anschließend über weitere Maßnahmen entscheiden.










