
Der Taxi-Verband FITIE auf Ibiza lehnt die Klage von Uber gegen das neue balearische Dekret zur Begrenzung von VTC-Lizenzen, Lizenzen für Mietwagen mit Fahrer wie zum Beispiel die Firma Uber, klar ab. Der Verband verteidigt die Entscheidung der Balearen-Regierung, die Zahl der Fahrzeuge von Plattformdiensten wie Uber stärker zu regulieren, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera. Hintergrund ist ein Rechtsstreit um das im Februar verabschiedete Dekret 6/2026. Damit will die Regionalregierung eine mögliche Flut neuer VTC-Lizenzen verhindern und die Inseln vor zusätzlicher Verkehrsbelastung schützen. Uber hat dagegen nun Klage beim Obersten Gerichtshof der Balearen eingereicht.
Die Balearen verfügen derzeit über 2.529 aktive Taxi-Lizenzen und 739 VTC-Genehmigungen. Nach Angaben der Regierung gingen allein im Jahr 2023 mehr als 10.000 Anträge für neue VTC-Lizenzen ein. Das habe die Notwendigkeit einer strengeren Regulierung deutlich gemacht. Die Regierung argumentiert, das Dekret solle die Mobilität auf den Inseln sichern und gleichzeitig Umwelt- sowie Luftqualitätsziele berücksichtigen. Besonders auf einem sensiblen Inselterritorium wie den Balearen brauche es klare Grenzen für zusätzliche Fahrzeuge. Der Taxi-Verband erklärte, man könne den juristischen Schritt von Uber zwar nachvollziehen, teile die Position jedoch keinesfalls. Auch andere Plattformanbieter hätten laut dem Bericht bereits Interesse signalisiert, ihr Geschäft auf den Inseln weiter auszubauen. Die balearische Regierung hat nun 15 Tage Zeit, vor Gericht offiziell Stellung zu beziehen und die Rechtmäßigkeit des Dekrets zu verteidigen. Die zuständige Verkehrsbehörde kündigte an, sich ausführlicher zu äußern, sobald die vollständige Klageschrift vorliegt.















