
Die Mole von sa Punta in der Bucht von Talamanca hat sich in diesem Sommer als Umschlagplatz für zahlreiche Beiboote etabliert, die Passagiere und Gepäck zu den vor Anker liegenden Charterbooten bringen. Die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, dass dort während der Vormittage ein nahezu ununterbrochener Betrieb herrsche.
Anwohner und Geschäftsleute äußern Unmut über die Situation. Sie beklagen, dass Besatzungen und Gäste die Müllcontainer unsachgemäß nutzen und Parkplätze blockieren – teils sogar auf Privatflächen. Zudem sei der Pier ursprünglich nicht für einen derart intensiven kommerziellen Gebrauch vorgesehen.
Vor Ort zeigte sich ein reges Treiben: Gruppen von Touristen kamen mit Koffern und Taschen voller Proviant an, während mehrere Dinghis gleichzeitig am Steg manövrierten, um Reisende zu den Yachten in der Bucht zu bringen. Beobachter verweisen darauf, dass die Aktivitäten eingestellt wurden, sobald Kameras auftauchten – ein Hinweis auf mögliche Unregelmäßigkeiten.
Das Beispiel von sa Punta steht für ein wiederkehrendes Problem: die Nutzung ungeeigneter Infrastrukturen durch die Charterbranche, die vielerorts auf Ibiza für Konflikte sorge. Die intensive Belastung nicht genehmigter Anlegestellen führe zu Spannungen mit Anwohnern und erschwert die Koexistenz von Tourismus und lokalem Alltag, so die Tageszeitung.













