
Das Sturmtief Ingrid machte sich seit den frühen Morgenstunden auf den Pityusen deutlich bemerkbar. Laut Informatioen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera wurden die stärksten Windböen am Morgen gemessen: Am Flughafen von Ibiza erreichten sie um 8.20 Uhr 78 km/h, auf Formentera um 8.30 Uhr 69 km/h, wie der staatliche spanische meteorologische Dienst Aemet mitteilte.
Westwinde sorgten für eindrucksvolle, aber auch gefährliche Szenen in der Bucht von Sant Antoni, wo hohe Wellen mit Wucht gegen den Wellenbrecher des Hafens schlugen. Der Seegang blieb den ganzen Tag über unruhig. Die Aemet hält für den heutigen Sonntag weiterhin die Warnstufe Gelb aufrecht – sowohl wegen starker Winde mit Böen von bis zu 70 km/h als auch wegen Küstenphänomenen mit Wellen von drei bis vier Metern rund um Ibiza und Formentera. Aufgrund des starken Windes mussten die Feuerwehren von Ibiza zu insgesamt neun Einsätzen ausrücken. Ursache waren umgestürzte Bäume, Strommasten oder herabgefallene Kabel. Die meisten Einsätze konzentrierten sich auf die Gemeinde Santa Eulària, insbesondere im Bereich von es Canar, wo eine Straße teilweise gesperrt werden musste.
Auch der Schiffsverkehr zwischen den Pityusen war betroffen: Die Reedereien sagten bis zu sieben Überfahrten ab, darunter die letzten Verbindungen des Tages. Nach 18.30 Uhr lief kein Schiff mehr aus. Darüber hinaus entfernte der Umweltdienst der Gemeinde Santa Eulària ein Boot, das infolge des Sturms an den Strand von s’Arenal gespült worden war. Das Boot war bereits im vergangenen Oktober an der Küste angekommen und gesunken, ohne das Festland erreicht zu haben. Erst das jüngste Unwetter verlagerte es bis an die Küste. Nach Angaben des Rathauses wurde das Wrack geborgen und zur Anlage von Santa Bàrbara gebracht, wo die ordnungsgemäße Entsorgung gemäß den geltenden Vorschriften erfolgt. Parallel dazu wurde die übrige Küstenlinie des Strandes von s’Arenal überprüft, um mögliche weitere angeschwemmte Gegenstände zu entfernen und die Sicherheit des Gebiets zu gewährleisten.
Zudem informierte die SD Formentera über die Absage mehrerer Jugendspiele, die sowohl auf Ibiza als auch auf Formentera hätten stattfinden sollen. Eine weitere Folge des Unwetters war die Absage des Flohmarkts auf der Trabrennbahn von Sant Jordi.











