
Die balearische Landesregierung plant eine Steuererleichterung für Vermieter, die sich freiwillig gegen Mieterhöhungen entscheiden, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera. Bestätigt wurde das Vorhaben vom Wohnungsbauminister der Balearen, José Luis Mateo, während der Parlamentssitzung am Dienstag. Anlass war eine Anfrage der sozialistischen Abgeordneten Mercedes Garrido, die auf Prognosen verwies, wonach sich die im kommenden Jahr zu überprüfenden Mietverträge im Durchschnitt um bis zu 4.615 Euro jährlich verteuern könnten. Im Jahr 2026 stehen zahlreiche Fünfjahres-Mietverträge zur Überprüfung an, die während der Corona-Pandemie abgeschlossen wurden. Damals waren die Wohnungspreise erstmals seit zehn Jahren gesunken. Für das kommende Jahr werden daher massive Mietsteigerungen erwartet. Mit der geplanten Steuererleichterung sollen Eigentümer motiviert werden, die derzeit bereits auf historischem Höchststand liegenden Mieten stabil zu halten. Die Regierung setze auf Anreize statt Verbote und darauf, das Angebot nicht weiter einzuschränken, erklärte der Minister im Parlament. Gleichzeitig verzichtet die balearische Regierung darauf, das vom Wohnungsbauministerium der Zentralregierung bereitgestellte Instrument zur Ausweisung eines Problemgebiets zu nutzen, das das Ziel hat, die Mietpreise einzufrieren.













