
+++UNWETTER SPEZIAL +++
Die ersten Einsatzkräfte der spanischen Militäreinheit für Notfälle (UME) sind auf dem Weg nach Ibiza, um den bestehenden Rettungseinsatz angesichts der schweren Überschwemmungen zu verstärken. Laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera bestätigte der Direktor für Notfälle des balearischen Govern, Pablo Gárriz, dass die operative Stufe 2 (SO-2) des Plans Inunbal aktiviert wurde. Dadurch können zusätzliche Ressourcen über den nationalen Katastrophenschutzmechanismus mobilisiert werden.
Der erste Trupp der UME soll per Hubschrauber von der Basis in Bétera eintreffen, um die laufenden Arbeiten zu unterstützen. Parallel dazu wird am Nachmittag ein zweites Kontingent mit Schwergerät zum Abpumpen aus Dénia erwartet. Zudem bereiten sich Einsatzkräfte aus Mallorca vor, darunter Feuerwehr, Guardia Civil, Zivilschutz und das Umweltinstitut Ibanat, um die Koordination und Hilfe vor Ort zu stärken.
Zur schnellen Verlegung wurde eine Luftbrücke eingerichtet, die nicht nur Personal, sondern auch die Führungs- und Kontrollkapazitäten verstärken soll. Bis zum offiziellen Eintreffen der Verstärkungen liegt die Einsatzleitung weiterhin beim Feuerwehrchef von Ibiza.
Seit Beginn der Nacht wurden 67 Notfälle registriert, darunter zahlreiche Rettungen aus Kellern und Aufzügen. Aufgrund des andauernden Regens mussten technische Eingriffe wie Abpumparbeiten oft zugunsten von akuten Hilfsaktionen verschoben werden. Ein großes Problem stellt die Überflutung von Stromanlagen dar, wodurch mehrere Gebäude ohne Stromversorgung blieben.
Auf Formentera fiel die Lage bislang weniger dramatisch aus, da der Boden die Regenmengen besser aufnehmen konnte. Dennoch bleibt der Alarmstatus Orange bestehen, da weitere Unwetterepisoden erwartet werden.
Die Ankunft der UME gilt als entscheidender Faktor, um die Rettungs- und Hilfsarbeiten auf Ibiza in den kommenden Stunden deutlich zu verstärken.












