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Spanische Gastronomie warnt vor Rauchverbot auf Terrassen

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Foto: Europa Press, Periódico de Ibiza y Formentera

Mit deutlicher Kritik reagiert der Branchenverband Hostelería de España auf den Gesetzentwurf zur Verschärfung des spanischen Nichtraucherschutzes. Laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera befürchtet die Gastronomie, dass ein Rauchverbot auf Terrassen dem internationalen Image Spaniens schaden und die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors beeinträchtigen könnte. Der Verband weist jedoch darauf hin, dass das Ministerkabinett zunächst lediglich den Gesetzentwurf beschlossen hat. Das parlamentarische Verfahren steht noch aus, ein sofortiges Inkrafttreten ist damit nicht verbunden.

Nach Ansicht der Gastronomie hätte ein Verbot nur eine begrenzte Wirkung. Raucher könnten stattdessen auf private Innenräume ausweichen oder sich vor den Terrassen versammeln, was neue Probleme durch herumliegende Zigarettenreste und Belastungen für Anwohner verursachen könne. Zudem verweist der Verband auf eine Umfrage, nach der knapp 70 Prozent der Spanier Informations- und Aufklärungskampagnen für wirksamer halten als Verbote. Besonders kritisch sieht die Branche die möglichen Folgen für den Tourismus. Spanien würde mit einem umfassenden Rauchverbot auf Restaurantterrassen innerhalb Europas eine Ausnahme darstellen. Als Beispiel wird Frankreich genannt, wo Terrassen ausdrücklich von vergleichbaren Einschränkungen ausgenommen wurden, um Gastronomie und Tourismus nicht zu belasten. Angesichts von rund 97 Millionen Besuchern im Jahr 2025 warnt der Verband vor Verunsicherung internationaler Gäste. Gleichzeitig müssten Beschäftigte in Bars und Restaurants die Einhaltung der Regeln überwachen, was zu zusätzlichen Konflikten mit Gästen führen könne.

Der von der spanischen Regierung verabschiedete Gesetzentwurf sieht neben dem Rauchverbot auf Terrassen weitere rauchfreie Bereiche vor. Künftig sollen unter anderem auch Strände, Schwimmbäder, Sportanlagen, Nationalparks, Dienstfahrzeuge sowie Veranstaltungsorte im Freien rauchfrei werden. Darüber hinaus soll das Gesetz den Jugendschutz stärken, neue Tabak- und Nikotinprodukte wie E-Zigaretten oder Nikotinbeutel einbeziehen und die Werbung sowie den Verkauf entsprechender Produkte stärker einschränken

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