
In in ganz Spanien tritt ab diesem Donnerstag ein umfassendes Verbot für zuckerhaltige Getränke und industrielle Backwaren in Kraft. Betroffen sind sowohl öffentliche als auch private Bildungseinrichtungen. Grundlage ist ein Dekret zu gesunden und nachhaltigen Schulkantinen, dessen Umsetzungsfrist nun endet. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, müssen entsprechende Produkte vollständig aus Automaten und Cafeterien verschwinden. Das Regelwerk legt zudem klare Grenzwerte fest: Lebensmittel und Getränke dürfen maximal 200 Kilokalorien enthalten, wobei höchstens zehn Prozent aus gesättigten Fetten oder zugesetztem Zucker stammen dürfen. Gleichzeitig sollen pflanzliche Produkte, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide sowie Obst und Nüsse stärker in den Vordergrund rücken. Auch koffeinhaltige Getränke mit mehr als 15 Milligramm pro 100 Milliliter sind künftig untersagt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung gesunder Ernährung im Alltag. Schulen müssen den Zugang zu kostenlosem Trinkwasser sicherstellen, etwa durch Trinkbrunnen oder Wasserkrüge in den Speisesälen. In den Mensen wird Wasser künftig die einzige zugelassene Getränke-Option sein. Die neuen Vorgaben betreffen auch die Zusammensetzung der Schulmenüs. Gemüse und Hülsenfrüchte sollen ein- bis zweimal pro Woche als erster Gang serviert werden, während Fisch ein bis drei Mal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen muss. Fleisch wird auf maximal drei Portionen pro Woche begrenzt, wobei rotes Fleisch und verarbeitete Produkte zusätzlich eingeschränkt werden. Zudem werden frittierte Speisen sowie stark verarbeitete Produkte wie Pizza, Kroketten oder Empanadas deutlich reduziert. Diese dürfen nur noch einmal pro Monat angeboten werden. Ziel ist eine nachhaltige Umstellung hin zu ausgewogeneren Mahlzeiten und eine langfristige Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen.















