
Der deutsche DJ Sven Väth hat in einem Interview mit der Plattform Repeat Ibiza Einblicke in seine frühen Jahre auf Ibiza gegeben – lange bevor die Insel für Luxus, VIP-Bereiche und große Events stand. Er erzählt von einer Zeit, in der die Szene noch von Abenteuer und Improvisation geprägt war, so die Tageszeitung Diario de Ibiza.
Väth erzählt, dass er damals von zu Hause weglief und mehrere Monate auf der Insel verbrachte, teilweise sogar im Wald lebte. In dieser Phase schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch, verteilte Flyer für Clubs und versuchte, sich Zugang zur Szene zu verschaffen. Dabei lernte er die Clubkultur von Grund auf kennenlernte. Einen entscheidenden Moment gab es im Club Amnesia, wo er erstmals die Sets von DJ Alfredo erlebte. Diese Begegnung bezeichnet Väth als Wendepunkt. Die Atmosphäre sei einzigartig gewesen: ein offener Club, eine besondere Architektur und ein Publikum, das sich aus unterschiedlichsten Szenen zusammensetzte. Für ihn wurde diese Erfahrung zu einem Schlüsselerlebnis und einer Inspiration für seinen weiteren Weg. Rückblickend beschreibt er die Musikszene der späten 80er-Jahre als deutlich freier und weniger kategorisiert als heute. Verschiedene Stilrichtungen verschmolzen miteinander, von Italo Disco bis hin zu experimentellen Einflüssen. Diese Mischung habe eine besonders authentische und unverfälschte Atmosphäre geschaffen. Beeindruckt von dieser Energie kehrte Väth im darauffolgenden Jahr nach Ibiza zurück – diesmal mit Freunden, denen er die Insel zeigen wollte. Für ihn sei Ibiza damals ein Ort gewesen, der durch seinen besonderen Spirit und seine Freiheit geprägt war.















