
Vor der Küste von Formentera sind erneut zwei leblose Körper aus dem Meer geborgen worden. Mit den beiden aktuellen Funden steigt die Zahl der geborgenen Leichen in den Gewässern der Pityusen seit Jahresbeginn auf insgesamt sieben Tote. Auffällig ist laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera, dass viele der Opfer Rettungswesten trugen. Fischer entdeckten am Dienstagmittag zunächst den Körper einer Frau mehrere Seemeilen vor Punta Gavina im Wasser treibend und alarmierten sofort die Behörden. Die Spezialtaucher der GEAS-Einheit der Guardia Civil rückten daraufhin aus und bargen die Tote. Nach ersten Informationen trug auch diese Frau eine Rettungsweste. Wenig später wurde ein weiterer lebloser Körper in der Gegend von Cala Saona entdeckt. Beide Toten wurden anschließend zum Hafen von La Savina gebracht. Zur Identität der Opfer sowie zu den genauen Umständen des Todes machten die Behörden bislang keine Angaben. Die Guardia Civil hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die ersten Fälle wurden bereits Ende März und Anfang April registriert. Am 28. März wurde in Cala Mestella die Leiche eines Mannes entdeckt. Wenige Tage später fanden Einsatzkräfte am Strand von Ses Canyes auf Formentera den Körper einer möglicherweise schwangeren Frau aus Subsahara-Afrika. Weitere Leichenfunde folgten Anfang April in Sa Figuera Borda, Cala Pou d’en Miquel Pere und am Strand von Es Pujols. Nach Einschätzung der Behörden deutet die Entwicklung auf eine erneute Migrationsroute aus Nordafrika in Richtung Balearen hin.















