
Ein Vermieter schildert seine Hilflosigkeit, nachdem er sein Ferienhaus an sechs deutsche Urlauber vermietet hatte, die dort eine große Party veranstalteten und erheblichen Schaden anrichteten. Laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera mietete die Gruppe Anfang September die Immobilie für drei Tage – am Ende entstand ein Schaden von rund 4.700 Euro.
Der Eigentümer, Toni, betreibt seit zehn Jahren eine lizenzierte Ferienvermietung. Noch nie habe er etwas Vergleichbares erlebt. Schon kurz nach der Ankunft der Gäste bemerkte er, wie die jungen Männer eine Kokospalme am Pool malträtierten, bis deren Wurzeln zerstört waren. Als er sie zur Rede stellte, habe er sie „nackt und wie von Sinnen“ angetroffen.
Trotz Aufforderung weigerte sich die Gruppe, das Haus zu verlassen. Am darauffolgenden Wochenende feierten sie weiter, luden zusätzliche Personen ein und hielten bis zu 100 Gäste im Haus. Toni wandte sich an die Guardia Civil und die Policía Local – doch beide hätten erklärt, er dürfe selbst nicht eingreifen, und auch die Polizei könne nichts tun, solange der Lärm draußen keine Grenzwerte überschreite.
„Mir wurde gesagt, ich hätte besser nicht vermietet. Das war die Lösung der Polizei“, so der frustrierte Eigentümer. Am Ende hinterließ die Gruppe Müllberge und zerstörte Mobiliar. Die Kaution von 1.000 Euro reiche bei weitem nicht, um die Schäden zu decken.
Toni kritisiert die aktuelle Rechtslage scharf: „Das System funktioniert nicht. Man darf nichts unternehmen, sondern muss warten, bis die illegale Party vorbei ist. Stattdessen wurde mir erklärt, welche Straftaten mir drohen würden, falls ich mein eigenes Haus betrete, um die Feier zu stoppen.“
Der Fall soll seiner Meinung nach eine gesellschaftliche Debatte anstoßen – über den mangelnden Schutz von Vermietern auf Ibiza, die oft schutzlos vor solchen Situationen stehen.











