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Umweltministerium stellt Fangbericht 2023 vor

Schlangenplage auf Ibiza: Sie kamen, um zu bleiben

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Foto: CAIB

Das balearische Umweltministerium hat die Hoffnung aufgegeben, die von außerhalb eingeschleppten Schlangenarten jemals wieder ausrotten zu können. Nach Worten der im balearischen Umweltministerium zuständigen Generaldirektorin Anna Torres hätten sich die Reptilien auf Ibiza bereits über die ganze Insel verteilt. Torres legte am Montag den Jahresbericht 2023 zur Bekämpfung der Schlangenplage vor. Demnach, so geht aus einer Meldung der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera hervor, gingen Ibiza und Formentera im zurückliegenden Jahr insgesamt 2890 Schlangen – überwiegend Hufeisennattern – in die aufgestellten Fallen.

Zwar würden nach Ansicht von Torres nicht alle Kommunen in gleichem Maße von der Ausbreitung der Schlangen betroffen sein. Deren inzwischen erreichte Zahl würde es aber unmöglich machen, die vom Festland stammenden Schlangen wieder vollständig zurückzudrängen. „Unser Ziel ist es jetzt, durch eine gezielte Kontrolle eine weitere Ausbreitung zu verhindern“, sagte Torres. Auf Formentera hingegen, wo im vergangenen Jahr 889 der 2890 Schlagen eingefangenen worden waren, bestehe noch Hoffnung. Denn dort, so Torres, seien die Eindringlinge noch weitgehend auf ein bestimmtes Gebiet begrenzt.

Bis 2026 stünden dem Ministerium knapp zwei Millionen Euro für Maßnahmen zur Verfügung, die Schlagen zumindest zurückzudrängen, sagte Torres. Überdies seien die Balearen in ständigem Kontakt mit ihren Kollegen auf den Kanarischen Inseln, die über ein ähnliches Problem zu klagen hätten. Anders als auf Ibiza und Formentera würde dort die Schlangen nicht mit lebendigen Ratten in die Falle gelockt werden, sondern mit speziellen Lockmitteln. Dies würde die Arbeit von freiwilligen Helfern enorm erleichtern, sagte Torres.

Zur Erinnerung: Die Schlangen vom Festland wurden in den zurückliegenden Jahren zumeist über Zierbäume, die vom Festland auf die Inseln verschifft werden, auf Ibiza und Formentera eingeschleppt. Auf beiden Inseln haben die Schlangen keine natürlichen Feinde. Zu ihren Hauptmahlzeiten gehört unter anderem die heimische Eidechse, weshalb Behörden und Umweltschützern daran interessiert sind, den Bestand der Schlangen möglichst kleinzuhalten.

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