
Der Kampf gegen die invasive Schlangenpopulation auf Ibiza geht weiter. Im Naturpark ses Salines kontrollieren Mitarbeiter des COFIB (Consorci de Recuperació de Fauna de les Illes Balears, das Balearische Zentrum für Wildtierrettung und Artenschutz) regelmäßig Fallen, um die Ausbreitung der Reptilien einzudämmen. Nach Angaben der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera sind inzwischen zwischen 80 und 90 Prozent des Inselgebiets von Schlangen betroffen. Allein auf Ibiza betreibt das COFIB rund 2.000 Fallen, weitere mehr als 500 befinden sich auf Formentera. In vielen der kontrollierten Fallen werden regelmäßig Schlangen gefunden. Die Tiere werden eingefangen, dokumentiert und anschließend eingeschläfert. Ziel der Maßnahmen sei der Schutz der einheimischen Mauereidechse (Sargantana), die durch die eingeschleppten Schlangen massiv bedroht wird. Wie Sofía López, Koordinatorin des COFIB auf Ibiza, erklärt, breiteten sich die Reptilien ursprünglich vom Nordosten der Insel aus. In diesen Gebieten seien heute kaum noch Eidechsen und kleine Nagetiere zu finden. Aufgrund des schwindenden Nahrungsangebots wanderten die Schlangen zunehmend in andere Regionen ab, wo mittlerweile die meisten Fänge verzeichnet werden. Zum Schutz der Eidechsen werden neben dem Fangprogramm auch sogenannte sichere Rückzugsgebiete eingerichtet. Zusätzlich laufen Zuchtprogramme außerhalb der Insel, unter anderem im Zoo von Barcelona und weiteren zoologischen Einrichtungen.
Besonders aufmerksam verfolgen die Experten die Entwicklung auf Formentera. Während die Treppennatter dort bislang weitgehend auf ein Gebiet bei La Mola begrenzt werden konnte, bereitet die Ausbreitung der Hufeisennatter große Sorgen. Es wurden bereits fünf Exemplare dieser Art auf Formentera gefangen. Aufgrund des intensiven Waren- und Personenverkehrs zwischen den Inseln gilt eine weitere Ausbreitung als wahrscheinlich. Die Fangaktionen laufen bereits seit 2016. Damals standen auf Ibiza lediglich 145 Fallen zur Verfügung, heute sind es mehr als das Zehnfache. Im Jahr 2025 wurden auf Ibiza und Formentera zusammen über 4.500 Schlangen gefangen. Seit Beginn des Programms summiert sich die Zahl der erfassten Exemplare auf mehr als 22.000 Tiere.
Die Tageszeitung stellt —->HIER<—- Fotos zur Verfügung, die einen Mitarbeiter des COFIB bei der Arbeit zeigen












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