
Eine rund 70 Zentimeter lange Hufeisennatter ist am Mittwochnachmittag nur wenige Meter vom Eingang der Redaktion der ibizenkischen Tageszeitung Diario de Ibiza entdeckt worden. Ein Journalist bemerkte das Tier, das anschließend getötet wurde, um die weitere Ausbreitung der bereits weit verbreiteten Schlangenplage einzudämmen. Die Reptilien sind inzwischen auf drei Vierteln der Insel anzutreffen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Schlangen in der Nähe des Verlagsgebäudes in der Avenida de la Paz auftauchen. Auf dem Gelände sind bereits Fallen installiert, um die Tiere zu fangen, die eine ernste Gefahr für die endemische Eidechse Podarcis pityusensis darstellen.
Eine aktuelle Untersuchung der Umweltorganisation GEN-GOB zeigte vergangene Woche, dass die Eidechsenpopulation im Naturpark Ses Salines seit 2023 um 70 bis 90 Prozent zurückgegangen sei. Der Grund: die invasive Hufeisennatter, die vor rund 20 Jahren mit importierten Olivenbäumen auf die Insel gelangte. Bereits vor zehn Jahren entwickelte die Escola d’Art, die Kunstschule Ibizas, erste Fallen nach dem Vorbild der Fallen von Gran Canaria.
Auch die internationale Presse ist aufmerksam geworden: Anfang August berichtete die Zeitschrift National Geographic über die Problematik und betonte, wie wichtig die Einrichtung von Schutzreservaten für die Eidechsen sei. Unterdessen breitet sich die Schlange zunehmend auch in bewohnten Gebieten aus und ist längst nicht mehr nur in ländlichen Zonen anzutreffen.














