
Mehrere Bewohner eines Gebäudes im Hafenviertel La Marina beklagen gesundheitliche Beschwerden und Schlafprobleme, die sie mit den Mobilfunkantennen auf dem Dach ihres Hauses in Verbindung bringen. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, wurden die Anlagen vor rund einem Jahr auf einem Gebäude direkt an der Hafenpromenade installiert. Besonders betroffen fühlt sich eine Anwohnerin, deren Wohnung nur wenige Meter von den Antennen entfernt liegt. Sie berichtet von Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, ständiger Müdigkeit und körperlichen Beschwerden. Zudem störe sie der permanente Lärm der Kühlventilatoren sowie eine starke Wärmeentwicklung, die sie in ihrer Wohnung wahrnehme. Nach eigenen Angaben schläft sie inzwischen nicht mehr in ihrem Schlafzimmer, da sie dort kaum noch Ruhe finde. Auch weitere Bewohner des Hauses berichten von ähnlichen Problemen. Für zusätzliche Verunsicherung sorgt ein Warnhinweis an einer der Anlagen, der auf nicht ionisierende Strahlung aufmerksam macht. Die wissenschaftliche Bewertung möglicher Gesundheitsrisiken bleibt umstritten. Während einzelne Studien und Berichte einen vorsorglichen Umgang empfehlen, verweist die Weltgesundheitsorganisation darauf, dass Mobilfunkantennen nach aktuellem Forschungsstand keine nachgewiesene Gefahr für die Gesundheit darstellen, sofern die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden.
Bauschäden verursachte eine andere Antennenanlage in der Avenida Bartomeu de Roselló. Die Eigentümergemeinschaft macht das Gewicht der technischen Anlagen für Risse und Schäden an der Gebäudesubstanz verantwortlich. Der Mietvertrag mit dem Betreiber Vantage Towers wurde inzwischen beendet, die Antennen sollen jedoch erst nach dem Sommer entfernt werden. Die Bewohner bereiten nach Angaben der Zeitung eine Klage gegen das Unternehmen vor. Neben den Beschwerden über Lärm, Hitze und mögliche Gebäudeschäden werden auch Fragen zur Zulässigkeit der Anlagen laut. Die Bewohner in La Marina bezweifeln, dass die sichtbaren Antennen mit dem Plan Especial de Protección y Reforma Interior (Sonderplan zum Schutz und zur Erhaltung des historischen Stadtbildes) vereinbar sind. Dieser schreibt im historischen Viertel vor, dass Dächer grundsätzlich frei von sichtbaren technischen Installationen bleiben sollen, um das traditionelle Stadtbild zu erhalten.












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