
Die diesjährige Salzernte auf Ibiza ist stark von den DANA-Unwettern und von begrenzten Lagerkapazitäten geprägt. Laut derTageszeitung Diario de Ibiza rechnet Salinera Española nach den schweren Regenfällen mit einem Verlust von rund 11.000 Tonnen Salz. Ursprünglich war für dieses Jahr eine Produktion von etwa 80.000 Tonnen vorgesehen. Nach zwei Episoden mit heftigen Niederschlägen – Ende September und erneut am 11. Oktober – korrigierte das Unternehmen die Prognose deutlich nach unten. Die Salinen standen teilweise unter Wasser, der Betrieb musste für fast drei Wochen unterbrochen werden. Die Gesamtproduktion werde nun bei rund 69.000 Tonnen liegen, sagt Joan Ribas, Bevollmächtigter der Firma Salinera Española. Davon sollen etwa 50.000 Tonnen tatsächlich abgebaut werden, während der Rest in den Kristallisationsbecken für die nächste Ernte verbleibt.
Normalerweise beginnt die Salzernte Anfang September. In diesem Jahr zieht sie sich jedoch bis Mitte Dezember, da sowohl die hohen Produktionsmengen als auch die wetterbedingten Unterbrechungen den Ablauf verzögert haben. In der vergangenen Woche wurde ein Frachter mit rund 5.400 Tonnen für den nationalen Markt beladen, wodurch kurzfristig wieder Lagerraum geschaffen werden konnte. Aktuell steht noch Platz für etwa 5.000 Tonnen zur Verfügung. Derzeit wird in zwei entwässerten Kristallisationsbecken gearbeitet. In einem sind die Salzhügel bereits aufgeschichtet, das zweite ist für die nächste Phase vorbereitet. Insgesamt verfügt das Gebiet über 20 Kristallisationsbecken.
Trotz aller Probleme fällt die Bilanz zur Produktion positiv aus. „Die Ernte war sehr hoch“, betont Ribas. Die zentrale Herausforderung sei jedoch nicht die Menge, sondern der fehlende Platz zur Lagerung. Noch immer lagern große Bestände aus der Ernte 2024 in den Anlagen. Aufgrund hoher Produktionszahlen und gleichzeitig rückläufiger Verkaufszahlen hatten sich die Vorräte ungewöhnlich stark angesammelt. Sinkende Preise, starke Konkurrenz und eine geringere Nachfrage nach Streusalz in Nordeuropa gelten als wesentliche Gründe.














