
Das Tierschutzzentrum Sa Coma auf Ibiza soll sich grundlegend verändern. Statt lediglich als Auffangstation für ausgesetzte Hunde und Katzen zu dienen, will die Stadt Ibiza den Schwerpunkt stärker auf Tierwohl und die Vermittlung in ein neues Zuhause legen. Dazu wurden unter anderem die tierärztliche Betreuung und das Personal verstärkt sowie die Adoptionen neu organisiert, berichtet die Tageszeitung Diario de Ibiza.
Im vergangenen Jahr fanden 137 Tiere aus Sa Coma ein neues Zuhause – 66 Hunde und 71 Katzen. Gleichzeitig wurde die bisherige Gebühr für Adoptionen abgeschafft. Obwohl weniger Tiere ausgesetzt oder von ihren Besitzern abgegeben werden, ist das Zentrum nahezu ausgelastet. Grund dafür sind vor allem Tiere, die lange auf eine Vermittlung warten. Mit einer stärkeren Präsenz in den sozialen Netzwerken und Videos aus dem Tierheim sollen ihre Chancen auf eine neue Familie verbessert werden.
Auch die Betreuung der Katzenkolonien wird ausgebaut. 2025 wurden nach der Methode Einfangen, Kastrieren und Zurückbringen 126 Katzen sterilisiert; insgesamt liegt die Zahl inzwischen bei mehr als 1.000 Tieren. Ein neuer Vertrag sieht die digitale Verwaltung der Kolonien sowie einen Mitarbeiter vor, der sich ausschließlich um deren Betreuung kümmert.
Parallel geht die Stadt inzwischen auch gegen Menschen vor, die Tiere aussetzen. In diesem Jahr wurden erstmals entsprechende Bußgelder verhängt. Bislang wurden 14 Verfahren über jeweils 10.000,01 Euro bearbeitet. Damit will die Stadt direkt gegen eine der Ursachen vorgehen, weshalb Hunde und Katzen im nahezu vollständig belegten Tierschutzzentrum landen.











