
Ryanair-Firmenchef Michael O’Leary erklärte in einem Interview mit der Financial Times, dass die Airline im kommenden Sommer bis zu eine Million Sitzplätze auf Spanien-Flügen streichen werde, sollte der Flughafenbetreiber Aena die Gebühren nicht senken. Schon für diesen Sommer hatte Ryanair rund 800.000 Plätze gekürzt, zusätzlich zu einer Million, die in der Wintersaison entfällt.
Die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera informiert, dass die spanische Regierung die Forderung als eine Form von Erpressung ansieht. Die geplante Erhöhung der Flughafenabgaben belaufe sich auf lediglich 0,68 Euro pro Passagier, während Ryanair im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres einen Gewinn von 820 Millionen Euro erzielt habe. Verbraucherschutzminister Pablo Bustinduy sprach von einer „Kampagne der Einschüchterung“ und betonte, dass man sich davon nicht unter Druck setzen lasse.
Zudem hat die Airline angekündigt, ihre Basis in Santiago zu schließen, alle Flüge nach Vigo und Teneriffa Nord zu streichen sowie die Kapazität in Asturien, Santander, Zaragoza und auf den Kanaren zu verringern. Sollte kein anderer Anbieter diese Routen übernehmen, könnte die Gesamtzahl der Flugplätze in Spanien um bis zu 16 Prozent sinken.











